Haus­halt für 2023 beschlossen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Bun­des­tag hat den Haus­halt für das Jahr 2023 beschlos­sen. In nament­li­cher Abstim­mung votier­ten am Frei­tag 379 Abge­ord­ne­te für den Ent­wurf der Ampel-Regie­rung, 283 stimm­ten dage­gen. Der Haus­halt sieht Aus­ga­ben in Höhe von 476,29 Mil­li­ar­den Euro vor, in die­sem Jahr kann der Bund 495,79 Mil­li­ar­den Euro ausgeben. 

Die Neu­ver­schul­dung für 2023 soll 45,61 Mil­li­ar­den Euro betra­gen im Ver­gleich zu 138,9 Mil­li­ar­den Euro in die­sem Jahr. Die Steu­er­ein­nah­men sind mit 358,13 Mil­li­ar­den Euro ver­an­schlagt und fal­len damit deut­lich höher aus als das Soll in die­sem Jahr (328,4 Mil­li­ar­den Euro). Als sons­ti­ge Ein­nah­men sind 72,55 Mil­li­ar­den Euro aus­ge­wie­sen, und als Inves­ti­tio­nen 71,48 Mil­li­ar­den Euro, nach 51,5 Mil­li­ar­den Euro in 2022. Dar­in sind laut Bun­des­re­gie­rung Dar­le­hen in Höhe von 7,3 Mil­li­ar­den Euro an den soge­nann­ten „Resi­li­en­ce-and Sus­taina­bi­li­ty-Trust” (RST) des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (6,3 Mil­li­ar­den Euro) und den Gesund­heits­fonds (eine Mil­li­ar­de Euro) ent­hal­ten, die haus­halts­recht­lich als Inves­ti­tio­nen zu buchen sei­en. Der RST-Fonds soll Län­dern mit nied­ri­gem oder mitt­le­rem Ein­kom­men bei der Bewäl­ti­gung von gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen wie dem Kli­ma­wan­del und Pan­de­mien hel­fen. Die Per­so­nal­aus­ga­ben sol­len laut Haus­halts­plan um 1,3 Mil­li­ar­den Euro auf 38,7 Mil­li­ar­den Euro stei­gen. Für säch­li­che Ver­wal­tungs­aus­ga­ben sind rund 21 Mil­li­ar­den Euro und damit 1,5 Mil­li­ar­den Euro weni­ger als für 2022 ver­an­schlagt. Die Aus­ga­ben für mili­tä­ri­sche Beschaf­fung sol­len um 1,7 Mil­li­ar­den Euro auf 18,7 Mil­li­ar­den Euro sin­ken, die Aus­ga­ben des 100-Mil­li­ar­den-Euro-Son­der­ver­mö­gens Bun­des­wehr sind dar­in nicht ent­hal­ten. Für den Schul­den­dienst sind deut­lich höhe­re Aus­ga­ben ein­ge­plant: Sie sol­len 2023 bei 29,5 Mil­li­ar­den Euro (2022: 16,2 Mil­li­ar­den Euro) lie­gen. Deut­lich weni­ger soll für Zuschüs­se und Zuwei­sun­gen aus­ge­ge­ben wer­den. Der Ent­wurf sieht 2023 hier­für 282,6 Mil­li­ar­den Euro vor gegen­über 354,2 Mil­li­ar­den Euro in die­sem Jahr. Für die kom­men­den Haus­halts­jah­re sol­len Ver­pflich­tungs­er­mäch­ti­gun­gen in Höhe von ins­ge­samt 126,59 Mil­li­ar­den Euro aus­ge­bracht wer­den. Größ­ter Ein­zel­etat ist wie üblich der Ein­zel­plan des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les sein. Für 2023 sind dar­in Aus­ga­ben in Höhe von 166,23 Mil­li­ar­den Euro ein­ge­plant. Finanz­plan des Bun­des Laut Finanz­plan des Bun­des 2022 bis 2026 (20/3101) sind in die­sem Jahr Aus­ga­ben in Höhe von 495,8 Mil­li­ar­den Euro bei einer Net­to­kre­dit­auf­nah­me von 138,9 Mil­li­ar­den Euro vor­ge­se­hen. Der Haus­halts­ent­wurf für 2023 plant mit Aus­ga­ben von 445,2 Mil­li­ar­den Euro bei einer Net­to­kre­dit­auf­nah­me von 17,2 Mil­li­ar­den Euro. Im wei­te­ren Finanz­pla­nungs­zeit­raum sol­len Aus­ga­ben und Net­to­kre­dit­auf­nah­me von nied­ri­ge­rem Niveau aus stei­gen. So wird für 2024 aktu­ell mit Aus­ga­ben in Höhe von 423,7 Mil­li­ar­den Euro gerech­net (Net­to­kre­dit­auf­nah­me: 12,3 Mil­li­ar­den Euro). 2026 sol­len die Aus­ga­ben dann bei 436,3 Mil­li­ar­den Euro lie­gen (Net­to­kre­dit­auf­nah­me: 13,8 Mil­li­ar­den Euro). Die Steu­er­ein­nah­men sol­len von 374,5 Mil­li­ar­den Euro 2024 auf 402,3 Mil­li­ar­den Euro 2026 stei­gen, die Inves­ti­tio­nen sol­len jeweils um die 52 Mil­li­ar­den Euro betra­gen. „Nach der Haus­halts­be­ra­tung ist vor der Haus­halts­be­ra­tung”, sag­te Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner (FDP). Der Bun­des­haus­halt 2024 wer­de „ungleich herausfordernder”.

Foto: Bun­des­tags­ple­num, über dts Nachrichtenagentur

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