Kabi­nett beschließt Gas- und Strompreisbremsen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Bun­des­re­gie­rung hat den Weg frei gemacht für die Gas- und die Strom­preis­brem­se. Das hat Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz in einer Pres­se­kon­fe­renz mit­ge­teilt. „Das Kabi­nett hat gera­de zu die­ser Zeit einen wich­ti­gen Beschluss gefasst, im Umlauf­ver­fah­ren, weil es so drin­gend ist: Die Preis­brem­sen für Gas, Strom und Fern­wär­me kom­men”, so Scholz. 

Mit der Decke­lung der Ener­gie­prei­se soll­ten die Bür­ger bes­ser mit den neu­en Her­aus­for­de­run­gen zurecht­kom­men kön­nen. Die Preis­brem­sen gel­ten von März 2023 an, dann wer­den aber auch rück­wir­kend die Kos­ten von Janu­ar und Febru­ar begrenzt, wie das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um mit­teil­te. Dem­nach wir­ken die Preis­brem­sen im gesam­ten Jahr 2023 bis zum April 2024. Der Bun­des­kanz­ler lob­te in der Fra­ge dezi­diert die Zusam­men­ar­beit von Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner und Wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck. „Die Regie­rung tut alles, damit unser Land gut durch den Win­ter kommt”, so Scholz. Das Gesetz für die Gas- und Wär­me­preis­brem­se sieht vor, dass für pri­va­te Haus­hal­te, klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men mit einem Gas- und Wär­me­ver­brauch unter 1,5 Mil­lio­nen kWh im Jahr, sowie Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, For­schungs- und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, der Gas­preis von März 2023 bis April 2024 auf 12 Cent brut­to pro Kilo­watt­stun­de begrenzt wird, für Wär­me auf 9,5 Cent brut­to pro Kilo­watt­stun­de. Die­se Decke­lung des Prei­ses gilt für 80 Pro­zent des im Sep­tem­ber 2022 pro­gnos­ti­zier­ten Jah­res­ver­brauchs. Für den Ver­brauch, der die­ses Kon­tin­gent über­steigt, muss wei­ter­hin der ver­trag­lich ver­ein­bar­te Preis gezahlt wer­den. Das Gesetz zur Strom­preis­brem­se soll eben­falls vom 1. März 2023 bis 30. April 2024 gel­ten. Im März wer­den auch hier rück­wir­kend die Ent­las­tungs­be­trä­ge für Janu­ar und Febru­ar 2023 ange­rech­net. Der Strom­preis für pri­va­te Ver­brau­cher sowie klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men wird bei 40 ct/kWh brut­to, also inklu­si­ve aller Steu­ern, Abga­ben, Umla­gen und Netz­ent­gel­te, begrenzt. Dies gilt für den Basis­be­darf von 80 Pro­zent des pro­gnos­ti­zier­ten Jah­res­ver­brauchs. Für Indus­trie­kun­den liegt die Gren­ze bei 13 Cent zuzüg­lich Steu­ern, Abga­ben und Umla­gen für 70 Pro­zent des bis­he­ri­gen Ver­brauchs. Finan­ziert wer­den soll die Strom­preis­brem­se teil­wei­se durch eine Abschöp­fung von soge­nann­ten „Zufalls­ge­win­nen” von Ener­gie­kon­zer­nen, wie sie durch eine EU-Ver­ord­nung vor­ge­schrie­ben werden.

Foto: Rech­nung, über dts Nachrichtenagentur

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