Rött­gen: Regime im Iran muss auf EU-Terrorliste

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der CDU-Außen­po­li­ti­ker Nor­bert Rött­gen drängt dar­auf, die ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den auf die EU-Ter­ror­lis­te zu set­zen. „Wir müs­sen jetzt end­lich ran­ge­hen an das Regime”, sag­te er in einem Pod­cast der Sen­der RTL und ntv sowie des Maga­zins „Stern”. Außen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock (Grü­ne) feh­le es an Iran-Kom­pe­tenz, füg­te Rött­gen hinzu. 

„Hohe Diplo­ma­ten spei­sen auch eine Außen­mi­nis­te­rin, die sel­ber, glau­be ich, mit der Iran-The­ma­tik nicht so lang­jäh­rig ver­traut ist, die sowie­so in einem wahn­sin­ni­gen Ter­min­druck steht, die rei­sen muss, die reden muss, wenig Res­sour­cen hat.” In der weni­gen Zeit der Zugäng­lich­keit, wer­de sie „mas­siv gespeist und eher gesteu­ert, als dass sie steu­ert”. Der CDU-Poli­ti­ker plä­dier­te auch dafür, dass die Ereig­nis­se im Iran deut­lich prä­sen­ter auf der Tages­ord­nung sein müss­ten als bis­her. „Alle zwei Wochen mal etwas sagen, das reicht nicht.” Täg­lich wür­den die Men­schen dort getö­tet, gefol­tert, ver­ge­wal­tigt. „Die Öffent­lich­keit muss jeden Tag erzeugt wer­den – und da muss sie viel stär­ker am Ball blei­ben”. Und sie müs­se eben auch klar­ma­chen, dass man alles dafür tue, „dass es end­lich ange­mes­se­ne Kon­se­quen­zen gibt”. Das zöger­li­che Han­deln der Bun­des­re­gie­rung in Sachen Iran, erklärt Rött­gen vor allem mit einer fal­schen Aus­rich­tung: „Die Fokus­sie­rung in der deut­schen Diplo­ma­tie auf das Kern­stück der Iran-Poli­tik, näm­lich das JCPOA, das Nukle­arab­kom­men.” Da habe es eine voll­stän­di­ge Fokus­sie­rung seit Jah­ren gege­ben. „Ich glau­be, es war die Angst der Diplo­ma­ten, der Beam­ten im Aus­wär­ti­gen Amt und auch der­je­ni­gen im Kanz­ler­amt, die über Jah­re mit dem The­ma ver­traut waren, dar­an gear­bei­tet haben, wenn es jetzt zu einer Eska­la­ti­on kommt, an der wir uns betei­li­gen, als Deutsch­land, dann wird die­ses Nukle­arab­kom­men schei­tern und das wol­len wir nicht.” Er glau­be, dass eine „Fehlana­ly­se” sei.

Foto: Nor­bert Rött­gen, über dts Nachrichtenagentur

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