Hand­werks­prä­si­dent sieht vie­le Bäcker und Brau­er am Abgrund

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Hand­werks­prä­si­dent Hans Peter Wolls­ei­fer sieht vie­le Hand­werks­be­trie­be am Abgrund. „Bäcker, Lackie­rer und Gal­va­ni­seu­re arbei­ten beson­ders ener­gie­in­ten­siv”, sag­te er der „Rhei­ni­schen Post”. Aber auch vie­le Bier­brau­er, Tex­til­rei­ni­ger und Karos­se­rie­bau­er stün­den am Rand eines Liqui­di­täts­ab­grun­des, in den sie im Janu­ar und Febru­ar zu stür­zen drohten. 

Er hält die geplan­te Strom- und Gas­preis­brem­se nicht für aus­rei­chend: „Es ist gut, dass die Preis­brem­sen bereits ab Janu­ar gel­ten sol­len. Doch weil das Geld erst im März rück­wir­kend gezahlt wird, bleibt eine Liqui­di­täts­lü­cke im Janu­ar und Febru­ar.” Wolls­ei­fer for­der­te eine rasche Lösung für Här­te­fäl­le. „Bund und Län­der müs­sen die­sen ener­gie­in­ten­si­ven Betrie­ben eine Här­te­fall­brü­cke bau­en, die sie trägt und auf­fängt.” Kon­kret mahn­te er die Län­der: „Die Minis­ter­prä­si­den­ten soll­ten sich bei ihrem anste­hen­den Tref­fen auf den geplan­ten Här­te­fall­fonds eini­gen, damit kann man vie­len Betrie­ben hel­fen.” Das Geld müs­se aber „schnell und unkom­pli­ziert” flie­ßen. „Es darf nicht erst im Früh­jahr bei den Betrie­ben ankom­men.” Wolls­ei­fer warnt davor, die Hil­fen für Hand­wer­ker an ein Aus­schüt­tungs­ver­bot zu kop­peln. „Natür­lich müs­sen Betrie­be wei­ter den Unter­neh­mer­lohn zah­len, davon leben vie­le Meis­ter.” Auf die Fra­ge, ob er Ange­la Mer­kel ver­mis­se, sag­te Wolls­ei­fer: „Ja. Ich war zwar längst nicht mit allem ein­ver­stan­den, aber wir haben gut zusam­men­ge­ar­bei­tet. Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel konn­te gut zuhö­ren und war vor allem verbindlich.”

Foto: Weiß­brot, über dts Nachrichtenagentur

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