Uni­on zieht wegen Ber­li­ner Wahl­pan­nen vor Verfassungsgericht

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Uni­on wird wegen der erheb­li­chen Bun­des­tags-Wahl­pan­nen in Ber­lin vor das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zie­hen. Die Bun­des­tags­frak­ti­on berei­te der­zeit eine ent­spre­chen­de Beschwer­de vor, die frist­ge­recht ein­ge­reicht wer­den soll, berich­tet die „Rhei­ni­sche Post” (Frei­tags­aus­ga­be). Der Par­la­ments­ge­schäfts­füh­rer der Frak­ti­on, Patrick Schnie­der (CDU), bestä­tig­te dies der Zeitung. 

„Die Uni­ons­frak­ti­on wird nach Karls­ru­he gehen”, sag­te er. Man hal­te die Ent­schei­dung der Ampel-Koali­ti­on im Wahl­prü­fungs­ver­fah­ren „für inhalt­lich falsch und grob rechts­wid­rig, weil sie nach rein par­tei­tak­ti­schen Erwä­gun­gen getrof­fen wur­de und dem Ber­li­ner Wahl­cha­os nicht ansatz­wei­se gerecht wird”. Die Ampel hat­te Ende Sep­tem­ber im Bun­des­tag einer Beschluss­emp­feh­lung des Wahl­prü­fungs­aus­schus­ses zuge­stimmt, die Wahl von 2021 wegen gra­vie­ren­der Pan­nen und Unre­gel­mä­ßig­kei­ten in Ber­lin in 431 der rund 2.300 Wahl­lo­ka­le zu wie­der­ho­len. Uni­on und AfD stimm­ten damals gegen die Ent­schei­dung und for­der­ten eine Neu­wahl in deut­lich mehr Stimm­be­zir­ken. Schnie­der ergänz­te: „Wegen der Poli­ti­sie­rung und Dis­kre­di­tie­rung des Wahl­prü­fungs­ver­fah­rens durch die Ampel führt an einer gericht­li­chen Kon­trol­le kein Weg vor­bei.” Es oblie­ge jetzt Karls­ru­he, den ver­fas­sungs­kon­for­men Zustand und das Ver­trau­en in die Legi­ti­ma­ti­on der Wahl wie­der­her­zu­stel­len. „Wir sind über­zeugt, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Ent­schei­dung des Bun­des­ta­ges kor­ri­gie­ren und schnell für Rechts­klar­heit sor­gen wird”, sag­te der Parlamentsgeschäftsführer.

Foto: Wahl­lo­kal am 26.09.2021, über dts Nachrichtenagentur

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