Ukrai­ne bekommt die letz­ten sie­ben „Gepard”-Flugabwehrpanzer

Berlin/Kiew (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Deutsch­land wird die Ukrai­ne im Kampf gegen die rus­si­sche Armee mit wei­te­ren sie­ben Flug­ab­wehr­pan­zern vom Typ Gepard unter­stüt­zen. Dabei han­delt es sich um die letz­ten Model­le des Waf­fen­sys­tems aus Bestän­den der Indus­trie. Die eigent­lich schon zur Ver­schrot­tung vor­ge­se­he­nen sie­ben Gepar­den wer­den der­zeit vom Münch­ner Rüs­tungs­kon­zern Krauss-Maff­ei Weg­mann (KMW) instand­ge­setzt, sie sol­len im Früh­jahr an die Ukrai­ne aus­ge­lie­fert wer­den, schreibt der „Spie­gel” in sei­ner am Sams­tag erschei­nen­den Ausgabe. 

Die Bun­des­re­gie­rung hofft dem­nach, dass dann auch wei­te­re Muni­ti­on für die Flug­ab­wehr­sys­te­me mit­ge­lie­fert wer­den kann. Mit der Lie­fe­rung will Ber­lin der Ukrai­ne hel­fen, Städ­te und Infra­struk­tur gegen den rus­si­schen Beschuss zu schüt­zen. Die bereits im Ein­satz befind­li­chen 30 Gepard-Pan­zer haben sich nach ukrai­ni­schen Anga­ben beim Kampf gegen die rus­si­sche Armee dem Ver­neh­men nach als sehr effek­tiv und zuver­läs­sig erwie­sen. Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lam­brecht (bei­de SPD) ste­hen der­zeit in der Fra­ge von Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne erneut unter Druck. Die kürz­lich von Polen vor­ge­schla­ge­ne Lie­fe­rung des Rake­ten­ab­wehr­sys­tems Patri­ot der Bun­des­wehr in die Ukrai­ne hat­te Ber­lin abge­lehnt. Lam­brecht argu­men­tiert, das Sys­tem kön­ne bis­lang nur von NATO-Sol­da­ten bedient wer­den, die Aus­bil­dung von Ukrai­nern wür­de zu lan­ge dau­ern. Die Lie­fe­rung von wei­te­ren Gepard-Pan­zern könn­te nun etwas Druck aus die­ser Debat­te neh­men. Mög­lich erscheint auch, dass die Bun­des­re­gie­rung ver­sucht, in Bra­si­li­en oder Katar wei­te­re Gepar­den für die Ukrai­ne zu kau­fen. Bei­de Län­der hat­ten die Pan­zer zum Schutz von Groß­ver­an­stal­tun­gen gekauft.

Foto: Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um, über dts Nachrichtenagentur

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