Grü­nen-Abge­ord­ne­te wol­len kli­ma­freund­li­che­re Digitalisierung

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Eine Grup­pe grü­ner Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter um die Vor­sit­zen­de des Aus­schus­ses für Digi­ta­les, Tabea Röß­ner, will die Digi­ta­li­sie­rung soll mit einem neu­en Gesetz kli­ma­freund­li­cher gestal­ten. Hin­ter­grund ist der kom­men­de Woche statt­fin­den­de Gip­fel zum The­ma unter der Lei­tung von Digi­tal­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing (FDP) und Wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne). Die bis­he­ri­gen staat­li­chen Pilot­pro­jek­te und Regu­lie­rungs­an­sät­ze reich­ten dafür nicht aus, schrei­ben die acht Par­la­men­ta­ri­er in einem Papier, über das der „Spie­gel” berichtet. 

Im Koali­ti­ons­ver­trag taucht an 226 Stel­len das Wort „digi­tal” auf. Gebün­del­te Vor­ga­ben, wie die Digi­ta­li­sie­rung unter Ein­hal­tung der Kli­ma­zie­le vor­an­ge­hen soll, fehl­ten jedoch, bekla­gen die Autoren. Bis­lang sol­len etwa IT-Beschaf­fun­gen des Bun­des mit dem Blau­en Engel zer­ti­fi­ziert oder die Abwär­me von Rechen­zen­tren genutzt wer­den. Der gesam­te CO2-Aus­stoß digi­ta­ler Infra­struk­tur sei aber unter der aktu­el­len Kli­ma­schutz­ge­setz­ge­bung „schwer zu über­bli­cken”. Dabei lägen „seit Jah­ren” Stu­di­en vor, „die mit der Digi­ta­li­sie­rung ver­bun­de­ne kli­ma­schäd­li­che Effek­te dar­le­gen”. Die Autoren schla­gen des­halb vor, das bestehen­de Moni­to­ring des Kli­ma­schutz­ge­set­zes um den Bereich digi­ta­le Infra­struk­tur zu ergänzen.

Foto: Com­pu­ter-Nut­zer, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.