Grü­ne drän­gen auf neue Verteilungsdebatte

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Grü­nen-Che­fin Ricar­da Lang will im kom­men­den Jahr eine neue Ver­tei­lungs­de­bat­te füh­ren. Sie freue sich über den Denk­an­stoß der Wirt­schafts­wei­sen zur Steu­er­po­li­tik, sag­te Lang der „Bild am Sonn­tag”. Die Fra­ge, „wie viel star­ke Schul­tern in die­ser Kri­se tra­gen kön­nen”, sei wich­tig für den gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt. 

„Wir wer­den die­se Debat­te im nächs­ten Jahr füh­ren müs­sen. Ich fin­de: Deutsch­land muss gerech­ter wer­den.” Deut­lich mehr Tem­po mahn­te Lang bei der Ener­gie- und Ver­kehrs­po­li­tik an. „Dass wir in sechs Mona­ten ein LNG-Ter­mi­nal gebaut haben, zeigt, wozu wir in der Lage sind. Das muss jetzt auch für jedes Solar­pa­nel, jedes Wind­rad gel­ten.” Aktu­ell dau­ert es fünf bis sie­ben Jah­re, bis ein geplan­tes Wind­kraft­pro­jekt ans Netz gehen kann. „Das Ziel ist, dass wir die­se Zeit min­des­tens hal­bie­ren. Bis zur nächs­ten Bun­des­tags­wahl wer­den wir deut­lich mehr Wind­kraft­an­la­gen bau­en. Hier muss die Büro­kra­tie end­lich hin­ten­an­ste­hen.” Ein Ziel für 2023 müs­se zudem sein, beim Aus­bau der Schie­ne schnel­ler vor­an­zu­kom­men. „Wenn die Men­schen sich nicht auf die Bahn ver­las­sen kön­nen, wird das nie was mit der Ein­hal­tung der Kli­ma­zie­le im Ver­kehrs­sek­tor. In einem moder­nen Land wie Deutsch­land muss eine pünkt­li­che Bahn drin sein”, so Lang wei­ter. Die von Ver­kehrs­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing (FDP) gefor­der­te Über­ar­bei­tung des Kli­ma­schutz­ge­set­zes lehn­te Lang ab. „Jedes Kin­der­gar­ten­kind weiß: Wenn fast alle ver­su­chen, gemein­sam auf­zu­räu­men, wäh­rend man­che wei­ter Bau­klöt­ze durch den Raum wer­fen, wird das nichts. Anders gesagt: Jeder Sek­tor muss über­prüf­bar sei­nen Bei­trag leis­ten, sonst wer­den wir nicht genug CO2 ein­spa­ren. Das gilt auch für den Verkehr.”

Foto: Eine Frau wühlt in einem Abfall­ei­mer, über dts Nachrichtenagentur

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