Bay­ern und NRW gegen Zen­tra­lis­mus bei Krankenhausplanung

München/Düsseldorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bay­ern und Nord­rhein-West­fa­len for­dern, dass für die Kran­ken­haus­pla­nung auch künf­tig die Bun­des­län­der ver­ant­wort­lich sind. Es müs­se wei­ter­hin eine „flä­chen­de­cken­de und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge” sta­tio­nä­re Kran­ken­haus­ver­sor­gung geben, heißt es in einer gemein­sa­men Erklä­rung bei­der Län­der von Sonn­tag. „Kran­ken­haus­pla­nung ist nach dem Grund­ge­setz Län­der­sa­che und muss ohne Abstri­che in Län­der­hand blei­ben”, sag­te Bay­erns Gesund­heits­mi­nis­ter Klaus Holet­schek (CSU).

Man wen­de sich „ent­schie­den gegen eine zen­tra­lis­ti­sche Gleich­ma­che­rei, plan­wirt­schaft­li­che Struk­tu­ren und über­bor­den­de Büro­kra­tie aus Ber­li­ner Schreib­stu­ben”. Wel­che Kran­ken­häu­ser wel­che Ver­sor­gung an wel­chem Ort anbie­ten, sei und blei­be Hoheit der Län­der. „Für die Kli­ni­ken muss die Bun­des­re­gie­rung eine aus­kömm­li­che Ver­gü­tung sicher­stel­len”, so Holet­schek. Sein NRW-Amts­kol­le­ge Karl-Josef Lau­mann (CDU) füg­te hin­zu, dass die Kran­ken­haus­struk­tu­ren etwa in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Bay­ern und Nord­rhein-West­fa­len sehr unter­schied­lich und mit­ein­an­der kaum zu ver­glei­chen sei­en. „Eine Kran­ken­haus­pla­nung vom grü­nen Tisch in Ber­lin aus wird den gewach­se­nen Struk­tu­ren nicht gerecht und kann nicht funk­tio­nie­ren.” Die Betriebs­kos­ten­fi­nan­zie­rung müs­se der Kran­ken­haus­pla­nung fol­gen und nicht umge­kehrt, so Laumann.

Foto: Kran­ken­haus, über dts Nachrichtenagentur

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