Rufe nach Föde­ra­lis­mus­re­form im Bildungsbereich

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Bet­ti­na Stark-Watz­in­ger (FDP) und die amtie­ren­de Prä­si­den­tin der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz, Karin Prien (CDU), for­dern eine bes­se­re Zusam­men­ar­beit von Bund und Län­dern im Bil­dungs­be­reich. Dafür wer­de „am Ende wohl eine erneu­te Grund­ge­setz­än­de­rung nötig sein”, sag­te Prien der Wochen­zei­tung „Die Zeit”. Die Föde­ra­lis­mus­re­form von 2006, die in Bil­dungs­fra­gen eine Koope­ra­ti­on von Bund und Län­dern unter­sagt, sei „ein Feh­ler” gewe­sen und „nicht mehr zeit­ge­mäß”, so Prien. 

Stark-Watz­in­ger sag­te mit Blick auf den Leh­rer­man­gel und die man­gel­haf­ten Leis­tungs­er­geb­nis­se der Grund­schü­ler: „Es hilft nie­man­dem, mit dem Fin­ger auf ande­re zu zei­gen, um Ver­ant­wor­tung abzu­schie­ben.” Es brau­che in der Bil­dung eine neue Auf­ga­ben­ver­tei­lung: „War­um gehört die vor­schu­li­sche Bil­dung nicht in die Zustän­dig­keit der Bil­dungs­mi­nis­te­ri­en? Über sol­che Struk­tur­ver­än­de­run­gen könn­ten wir wirk­lich etwas bewe­gen.” Prien schlug unter­des­sen eine „Inves­ti­ti­ons­quo­te Bil­dung” vor. Dafür müs­se ein „Min­dest­an­teil des Haus­halts für die­sen Zweck” ein­ge­plant wer­den. Sie appel­liert an den Bund, dass „Zuwäch­se, die wir in der Bil­dungs­fi­nan­zie­rung hat­ten, nicht wie­der zurück­ge­fah­ren wer­den ange­sichts von Krieg und Kli­ma­kri­se.” Im Okto­ber hat­ten die Ergeb­nis­se des IQB-Bil­dungs­trends, einer von der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz in Auf­trag gege­be­nen Stu­die, dra­ma­ti­sche Leis­tungs­ver­lus­te deut­scher Grund­schü­ler in den Berei­chen Lesen, Schrei­ben, Rech­nen und Zuhö­ren ergeben.

Foto: Gang in einer Schu­le, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.