Innen­mi­nis­te­rin ver­tei­digt Islamkonferenz

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) hat die Deut­sche Islam­kon­fe­renz (DIK) gegen Kri­tik ver­tei­digt. „Mit­ein­an­der zu reden statt über­ein­an­der”, sei eine der wich­tigs­ten Errun­gen­schaf­ten des Forums, sag­te sie am Mitt­woch in Ber­lin. Die DIK sei das zen­tra­le Forum für den Dia­log und die Koope­ra­ti­on zwi­schen dem Staat und den Mus­li­men in Deutschland. 

In der neu­en Pha­se der Kon­fe­renz, die man jetzt ein­lei­te, sei es ihr wich­tig, die „Viel­falt des mus­li­mi­schen Lebens” abzu­bil­den. „Wir bekämp­fen Mus­lim­feind­lich­keit. Wir wol­len die Teil­ha­be der Mus­li­me und der mus­li­mi­schen Gemein­den ver­bes­sern. Und wir wol­len Fort­schrit­te machen bei der Imam-Aus­bil­dung.” Das alles sei im Koali­ti­ons­ver­trag ver­an­kert. „Die­se Punk­te wer­den des­halb auch zen­tral für das Arbeits­pro­gramm der Deut­schen Islam­kon­fe­renz sein”, so Fae­ser. Das Forum ist seit 2006 das zen­tra­le Forum der Bun­des­re­gie­rung für den Dia­log mit Mus­li­men in Deutsch­land. Zum offi­zi­el­len Auf­takt in der aktu­el­len Legis­la­tur­pe­ri­ode kamen am Mitt­woch rund 160 Ver­tre­ter aus ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Berei­chen im Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin zusam­men. Die Islam­kon­fe­renz steht schon län­ger in der Kri­tik. So gibt es immer wie­der Vor­wür­fe, wonach die Gefahr durch den poli­ti­schen Isla­mis­mus aus­ge­klam­mert wer­de. Auch eine man­gel­haf­te Ziel­de­fi­ni­ti­on wur­de in der Ver­gan­gen­heit als Kri­tik­punkt genannt. Die Zusam­men­set­zung des Forums wur­de eben­falls bereits mehr­fach kritisiert.

Foto: Gläu­bi­ge Mus­li­me beim Gebet in einer Moschee, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.