Nach Reichs­bür­ger-Raz­zia gerät AfD-Frak­ti­on in den Fokus

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Nach der Raz­zia gegen das mut­maß­li­che Reichs­bür­ger-Ter­ror­netz­werk ist die Rol­le der AfD und die Sicher­heit des Bun­des­tags in den Fokus gera­ten. „Auch bei die­sem Netz­werk gibt es offen­bar eine Ver­bin­dung zur AfD-Frak­ti­on”, sag­te Bun­des­tags­vi­ze­prä­si­den­tin Kat­rin Göring-Eckardt (Grü­ne) den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Frei­tag­aus­ga­ben). „Wir wer­den für den Bun­des­tag genau prü­fen, wel­che Sicher­heits­vor­keh­run­gen wir anpas­sen müs­sen und das The­ma in allen ent­schei­den­den Gre­mi­en behandeln.” 

Den Ermitt­lern zufol­ge plan­te das Netz­werk einen bewaff­ne­ten Angriff auf den Bun­des­tag. Der Grup­pe gehör­te auch die frü­he­re AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Bir­git Mal­sack-Win­ke­mann an. „Nach der Ver­haf­tung einer ehe­ma­li­gen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten der AfD, die den Bun­des­tag stür­men las­sen woll­te, müs­sen drin­gend ihre bestehen­den Kon­tak­te in das Par­la­ment über­prüft wer­den”, sag­te der SPD-Innen­ex­per­te Sebas­ti­an Hart­mann den Fun­ke-Zei­tun­gen. „Ich gehe davon aus, dass sie auf Hil­fe von innen hoff­te bei ihren Umsturz­plä­nen.” Der Bun­des­tag sol­le auch sein Sicher­heits­kon­zept „ins­ge­samt” über­prü­fen, for­der­te Hart­mann. „Per­sön­lich füh­le ich mich sicher, aber mein Ver­trau­en ist nicht gren­zen­los.” Die Ermitt­lun­gen gegen das Reichs­bür­ger-Netz­werk sei eine wei­te­re War­nung. „Wir reden hier nicht über Ein­zel­fäl­le, son­dern müs­sen die Hin­wei­se erst neh­men und auch Sicher­heits­über­prü­fun­gen der Mit­ar­bei­ten­den und Zugangs­be­rech­tig­ten über­ar­bei­ten.” Bun­des­tags­vi­ze­prä­si­den­tin Petra Pau (Lin­ke) woll­te sich auf Anfra­ge nicht kon­kret zu mög­li­chen Ver­schär­fun­gen der Sicher­heits­vor­keh­run­gen äußern. „Die Bun­des­tags­po­li­zei stand und steht im stän­di­gen Aus­tausch mit der Ber­li­ner Poli­zei und ande­ren Sicher­heits­be­hör­den”, sag­te Pau den Fun­ke-Zei­tun­gen. „Mög­li­cher Ände­rungs­be­darf bei der Sicher­heit des Bun­des­ta­ges wird fort­lau­fend intern eva­lu­iert und dann gege­be­nen­falls unver­züg­lich umgesetzt.”

Foto: Bun­des­tags­ple­num, über dts Nachrichtenagentur

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