Städ­te­tag begrüßt Bund-Län­der-Eini­gung zum 49-Euro-Ticket

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Deut­sche Städ­te­tag hat die Eini­gung von Bund und Län­dern auf eine gemein­sa­me Finan­zie­rung des „Deutsch­land­ti­ckets” begrüßt. Dass Bund und Län­der nun zusi­cher­ten, die rea­len Kos­ten für das Deutsch­land­ti­cket für 2023 hälf­tig zu tei­len, sei eine gute Nach­richt für die Kun­den, sag­te Hel­mut Dedy, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Städ­te­tags, den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Frei­tag­aus­ga­ben). „Nun gibt es Pla­nungs­si­cher­heit, um das Ticket so schnell wie mög­lich einzuführen.” 

Auch wenn nie­mand der­zeit wis­se, wie vie­le Men­schen das Ticket kau­fen wer­den, wür­den sich die Kos­ten vor­aus­sicht­lich auf mehr als vier Mil­li­ar­den Euro im kom­men­den Jahr sum­mie­ren, sag­te Dedy wei­ter. „Die Umset­zung in den Regio­nen und Städ­ten wird ein har­tes Stück Arbeit, denn das Tarif­sys­tem und der Ver­kauf der Tickets wird voll­kom­men neu auf­ge­stellt.” Der Bund müs­se schnell dafür sor­gen, die euro­pa­recht­li­chen Zustim­mun­gen her­bei­zu­füh­ren. Dedy sag­te aber auch, dass zu einem guten ÖPNV mehr gehö­re als nur ein sol­ches Ticket. „Des­halb darf der Aus­bau von Bus und Bahn nicht aus dem Blick gera­ten”, so der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Städ­te­tags. Es wür­den nur dann mehr Men­schen umstei­gen, wenn der ÖPNV eine ech­te Alter­na­ti­ve zum Auto wer­de, mit moder­nen Fahr­zeu­gen, engen Tak­ten und digi­ta­lem Ser­vice. „Ein attrak­ti­ve­res und grö­ße­res Ange­bot ist ent­schei­dend für die Ver­kehrs­wen­de und den Kli­ma­schutz”, sag­te Dedy. „Auch dar­über müs­sen Bund und Län­der bald reden. 2024 ist schlicht zu spät.”

Foto: Deut­scher Städ­te­tag, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.