2022 war son­nen­schein­reichs­tes Jahr in Deutschland

Offen­bach (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – 2022 war das son­nen­schein­reichs­te und gemein­sam mit 2018 wärms­te Jahr in Deutsch­land seit Beginn der sys­te­ma­ti­schen Wet­ter­auf­zeich­nun­gen. Das teil­te der Deut­sche Wet­ter­dienst am Mon­tag in sei­ner Jah­res­bi­lanz mit. Gleich­zei­tig habe es ein deut­li­ches Nie­der­schlags­de­fi­zit gegeben. 

In den zurück­lie­gen­den 9 Jah­ren tra­ten mit 2022 nun fünf Jah­re mit einer Jah­res­durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von mehr als 10 Grad Cel­si­us auf. So hohe Wer­te wur­den vor 2014 in Deutsch­land noch nie erreicht, so der Wet­ter­dienst. Die Fol­gen waren erneut Hit­ze­wel­len und sehr tro­cke­ne Bedin­gun­gen in den Som­mer­mo­na­ten mit Aus­wir­kun­gen ins­be­son­de­re auf die Land- und Forst­wirt­schaft, ähn­lich wie in den Jah­ren 2018, 2019 und 2020 sowie ein aus­ge­spro­chen war­mer Jah­res­wech­sel 2022/23 mit viel­fa­chen neu­en Monats­re­kor­den. Auch euro­pa­weit war das Jahr 2022 das bis­her zweit­wärms­te Jahr seit Aus­wer­tungs­be­ginn, mit regio­nal inten­si­ven Hit­ze- und Dür­re­pe­ri­oden. Glo­bal waren die ver­gan­ge­nen acht Jah­re die wärms­ten seit Beginn der Auf­zeich­nun­gen. „Seit dem Jahr 1881 haben wir nun einen Anstieg der Jah­res­mit­tel­tem­pe­ra­tur in Deutsch­land von 1,7 Grad”, sag­te Andre­as Becker, Lei­ter der Abtei­lung Kli­ma­über­wa­chung im DWD. „Die­ser lässt sich nur durch den mensch­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del erklä­ren. Seit Anfang der Sieb­zi­ger Jah­re hat sich die­ser Erwär­mungs­trend deut­lich beschleu­nigt und es gibt kei­nen Grund anzu­neh­men, dass sich die­ser in den nächs­ten Jah­ren ver­lang­sa­men wird.” Man erle­be inzwi­schen Hit­ze­pe­ri­oden und ‑inten­si­tä­ten, die aus den Kli­ma­mo­del­len eigent­lich erst in ein paar Jahr­zehn­ten erwar­tet wur­den. „Dies alles muss für uns eine star­ke Moti­va­ti­on sein, den Kli­ma­schutz in Deutsch­land und glo­bal bedeu­tend stär­ker vor­an­zu­trei­ben, denn Anpas­sung ist viel teu­rer und selbst bei uns nur begrenzt mög­lich”, sag­te Becker.

Foto: Son­nen­ba­den auf einer Wie­se, über dts Nachrichtenagentur

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