Akti­vis­ten mel­den meh­re­re Schwer­ver­letz­te nach Lützerath-Demo

Lüt­zer­ath (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Nach der Demo bei dem von der Abbag­ge­rung bedroh­ten Ort Lüt­zer­ath im rhei­ni­schen Braun­koh­le­re­vier spre­chen die Pro­test­ler von meh­re­ren schwer­ver­letz­ten Per­so­nen. Ein Demons­trant sei „lebens­ge­fähr­lich” ver­letzt wor­den, teil­te das Akti­ons­bünd­nis „Lüt­zer­ath bleibt” am Sams­tag­abend mit. In einem Fall hät­ten Poli­zis­ten angeb­lich trotz lau­fen­der Behand­lung durch Sani­tä­ter wei­ter auf eine ver­letz­te Per­son eingeschlagen. 

Es gebe unter den Ver­letz­ten zahl­rei­che Kno­chen­brü­che ver­schie­dens­ter Kör­per­tei­le, min­des­tens eine bewusst­lo­se Per­son, zahl­rei­che Ver­let­zun­gen durch Pfef­fer­spray, Kran­ken­wa­gen und ein Ret­tungs-Heli­ko­pter sei­en im Ein­satz gewe­sen. Die Poli­zei hielt sich am Abend mit Erklä­run­gen zurück und bestä­tig­te ledig­lich, dass die Absper­rung teil­wei­se durch­bro­chen wor­den sei. Die Beam­ten hat­ten den bereits seit Mona­ten offi­zi­ell leer­ge­zo­ge­nen und zuletzt nur noch von Akti­vis­ten besetz­ten Ort her­me­tisch abge­rie­gelt. Als am Nach­mit­tag nach unter­schied­li­chen Anga­ben zwi­schen 15.000 und 35.000 Men­schen zunächst fried­lich gegen die Räu­mung pro­tes­tier­ten, setz­te sich ein Groß­teil der Demons­tran­ten von der offi­zi­el­len Rou­te ab, stürm­te auf den abge­sperr­ten Ort Lüt­zer­ath zu und lie­fer­te sich dort im Schlamm und direkt an der Abbruch­kan­te zum Tage­bau Garz­wei­ler Schar­müt­zel mit der Poli­zei. Auch die schwe­di­sche Akti­vis­tin Gre­ta Thun­berg, die zunächst auf der offi­zi­el­len Ver­an­stal­tung gespro­chen hat­te, wur­de im wei­te­ren Ver­lauf des Nach­mit­tags von Poli­zei­be­am­ten über den Acker geschubst. Am Abend beru­hig­te sich die Lage.

Foto: Demo bei Lüt­zer­ath am 14.01.2023, über dts Nachrichtenagentur

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