Ampel­streit um Waf­fen­recht geht weiter

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Im Ampel­streit um eine Ver­schär­fung des Waf­fen­rechts for­dert die FDP einen ande­ren Ton der SPD sowie mehr Sach­lich­keit. „Die aktu­el­len Vor­stö­ße aus der SPD gehen sowohl in der Sache als auch im Ton in die völ­lig fal­sche Rich­tung”, sag­te FDP-Frak­ti­ons­vi­ze Kon­stan­tin Kuh­le der „Rhei­ni­schen Post” (Diens­tags­aus­ga­be). „Vor Ände­run­gen des Waf­fen­rechts soll­te eine aus­führ­li­che Eva­lua­ti­on ste­hen. Dazu gehört auch eine offe­ne Dis­kus­si­on über das Pro­blem ille­ga­ler Schusswaffen.” 

Weder die Poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik noch das Bun­des­la­ge­bild Schuss­waf­fen­kri­mi­na­li­tät dif­fe­ren­zie­re der­zeit nach lega­len und ille­ga­len Waf­fen. „Künf­tig soll­ten bei­de Sta­tis­ti­ken expli­zit aus­wei­sen, ob eine Straf­tat mit einer ille­ga­len oder einer lega­len Waf­fe began­gen wur­de.” Eine sol­che bes­se­re Erfas­sung von Schuss­waf­fen sei auch die Grund­la­ge für eine effi­zi­en­te­re Bekämp­fung des ille­ga­len Waf­fen­han­dels. „Das bringt mehr als die unnö­ti­ge Gän­ge­lei von Legal­waf­fen­be­sit­zern wie Sport­schüt­zen und Jägern”, so Kuh­le. SPD-Frak­ti­ons­vi­ze Dirk Wie­se hat­te zuletzt in der „Rhei­ni­schen Post” Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Mar­co Busch­mann (FDP) auf­ge­for­dert, sich einer „prag­ma­ti­schen Lösung” wie der getrenn­ten Auf­be­wah­rung von Waf­fen­bau­tei­len nicht län­ger zu ver­schlie­ßen. Zugleich warf er Busch­mann einen „abso­lu­tis­ti­schen Frei­heits­be­griff” vor, der womög­lich Täter schüt­ze. Davon kön­ne ange­sichts der stren­gen Regeln für pri­va­ten Waf­fen­be­sitz in Deutsch­land kei­ne Rede sein, sag­te Kuhle.

Foto: Sport­waf­fen, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.