Bau­mi­nis­te­rin kün­digt neue Eigen­tums­woh­nungs­för­de­rung ab Juni an

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Bun­des­re­gie­rung plant im Som­mer einen Neu­start der Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung für Fami­li­en. „Das ent­spre­chen­de KfW-Pro­gramm mit zins­güns­ti­gen Kre­di­ten soll ab dem 1. Juni bereit­lie­gen”, sag­te die Bau­mi­nis­te­rin Kla­ra Gey­witz, der „Welt am Sonn­tag”. „Hier­für ste­hen 350 Mil­lio­nen Euro pro Jahr bereit.” 

Das Geld wer­de über zins­güns­ti­ge Kre­di­te wei­ter­ge­ge­ben. För­der­be­rech­tigt sol­len Fami­li­en mit einem Ein­kom­men von bis zu 60.000 Euro pro Jahr sein, plus wei­te­re 10.000 Euro für jedes Kind. Im Woh­nungs­bau ins­ge­samt erwar­tet die Bau­mi­nis­te­rin wei­te­re Rück­gän­ge. „Bei Ein­fa­mi­li­en­häu­sern sehen wir einen deut­li­chen Ein­bruch bei den Anträ­gen”, sag­te Gey­witz unter Hin­weis auf einen Son­der­ef­fekt wegen der abge­lau­fe­nen Bau­kin­der­geld-För­de­rung. „Bei Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern gibt es sogar einen leich­ten Anstieg. Ich gehe aber unter dem Strich davon aus, dass wir in die­sem Jahr noch ein­mal weni­ger Anträ­ge als im ver­gan­ge­nen Jahr haben wer­den.” Grund dafür sei­en Kapa­zi­täts­pro­ble­me in der Bau­wirt­schaft, aber auch Mate­ri­al­eng­päs­se. Trotz des schwa­chen Woh­nungs­neu­baus erteil­te Gey­witz wei­te­ren For­de­run­gen nach zusätz­li­chen För­der­gel­dern eine Absa­ge. „Ich kann kei­nen direk­ten Zusam­men­hang erken­nen zwi­schen Zuschüs­sen und Fer­tig­stel­lun­gen”, so Gey­witz. „Wenn es den gäbe, hät­ten wir 2022 unglaub­lich hohe Neu­bau­zah­len haben müs­sen. Denn in den Jah­ren davor wur­den über die Bun­des­för­de­rung für effi­zi­en­te Gebäu­de (BEG) Mil­li­ar­den­sum­men im Neu­bau­be­reich aus­ge­zahlt, mit stei­gen­der Ten­denz. Doch das hat sich über­haupt nicht in stei­gen­den Fer­tig­stel­lun­gen nie­der­ge­schla­gen.” Wenn der Staat viel För­der­geld in einen Markt „mit begrenz­ten Kapa­zi­tä­ten” gebe, füh­re das nicht zwangs­läu­fig zu höhe­ren Stück­zah­len. „Und man­che Akteu­re haben staat­li­ches För­der­geld auch nicht für güns­ti­ge Mie­ten ein­ge­setzt, son­dern mög­li­cher­wei­se die eige­ne Pro­jekt­mar­ge damit erhöht”, so die SPD-Poli­ti­ke­rin.. Sie ver­wies auf die 14,5 Mil­li­ar­den Euro, die die Bun­des­re­gie­rung bis 2026 für den sozia­len Woh­nungs­bau bereit­stel­le, was häu­fig über­se­hen wer­de. Die­se Mit­tel wür­den vor­aus­sicht­lich „zu 100 Pro­zent abflie­ßen”. Die Bun­des­re­gie­rung arbei­te zudem an einer neu­en Wohn­ge­mein­nüt­zig­keit, so Gey­witz. „Im März wol­len wir ein Kon­zept dazu vorlegen.”

Foto: Gerüst­bau für Wär­me­däm­mung, über dts Nachrichtenagentur

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