Ber­lins Poli­zei­prä­si­den­tin ver­tei­digt Risi­ko­ana­ly­se für Silvester

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ber­lins Poli­zei­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Slo­wik hat die Bewer­tung der Gefähr­dungs­la­ge im Vor­feld der Sil­ves­ter­nacht ver­tei­digt. Die Vor­be­rei­tung sei „pro­fes­sio­nell” gewe­sen, die spä­te­re Eska­la­ti­on habe man nicht vor­her­se­hen kön­nen. Dem TV-Sen­der „Welt” sag­te Slo­wik nach einer Son­der­sit­zung des Ber­li­ner Innen­aus­schus­ses: „Wir erstel­len als Poli­zei eine Gefähr­dungs­be­wer­tung, las­sen alles ein­flie­ßen aus Social Media, aus Behör­den­kennt­nis­sen, auch aus ande­ren Behör­den. Und all das, was wir natür­lich auch dazu zusam­men­ge­tra­gen haben, hat sowas nicht vor­her­seh­bar gemacht.” 

Die vor­aus­schau­en­de Lage­ein­schät­zung der Ber­li­ner Poli­zei sei die Grund­la­ge für die Dis­po­si­ti­on am Sil­ves­ter­abend gewe­sen: „Danach wur­den Kräf­te geplant. Wir hat­ten im Grun­de drei Schwer­punk­te: ein­mal die Beglei­tung der Ver­an­stal­tung am Bran­den­bur­ger Tor, ein­mal die Siche­rung der Pyro­ver­bots­zo­nen und dann Raum­schutz, wie wir das nen­nen. Hun­dert­schaf­ten bereit­zu­stel­len, die Funk­wa­gen sofort zu unter­stüt­zen und Feu­er­wehr zu unter­stüt­zen. Das haben wir mit cir­ca 1.200 Kräf­ten gesi­chert.” Dass am Ende die Bun­des­po­li­zei zur Hil­fe eilen muss­te, sei Teil einer nor­ma­len Koope­ra­ti­on zwi­schen Ber­li­ner Poli­zei und der Bun­des­po­li­zei, so Slo­wik: „Bun­des­po­li­zei und wir arbei­ten immer ganz, ganz eng zusam­men und unter­stüt­zen uns immer gegen­sei­tig. Also, dann waren wir round­about 3.000 Poli­zei­kräf­te im Ber­li­ner Raum. Das war die Pla­nung.” Die Eska­la­ti­on, die ent­ge­gen der Lage­ein­schät­zung erfolg­te, habe man pro­fes­sio­nell auf­ge­fan­gen, fin­det Slo­wik: „Eine Poli­zei kann und muss damit umge­hen mit unvor­her­ge­se­he­nen Lagen. Das haben wir auch getan. Es ging dann dar­um, schnell Kräf­te umzu­glie­dern, auch Ein­satz­mit­tel wie den Was­ser­wer­fer her­bei­zu­füh­ren, her­an­zu­füh­ren und auf die­se Situa­ti­on zu reagie­ren. Das war eine maxi­ma­le Belas­tung für alle, und das war die gro­ße Her­aus­for­de­rung des Abends.”

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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