Brüs­sel erwar­tet Eini­gung zu Mer­co­sur-Abkom­men in die­sem Jahr

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Nach dem Macht­wech­sel in Bra­si­li­en ist Bewe­gung in das Pro­jekt einer euro­pä­isch-latein­ame­ri­ka­ni­schen Frei­han­dels­zo­ne gekom­men. „Es wird eine Zusatz­er­klä­rung zum Mer­co­sur-Abkom­men geben”, sag­te der Vor­sit­zen­de des Han­dels­aus­schus­ses des EU-Par­la­men­tes, Bernd Lan­ge (SPD), der „Rhei­ni­schen Post” (Frei­tags­aus­ga­be). Dar­in sol­len sowohl Klar­stel­lun­gen zur Ent­wal­dung, zu den Rech­ten von Arbeit­neh­mern und der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung als auch zu den noch feh­len­den Über­wa­chungs­me­cha­nis­men ent­hal­ten sein. 

„Alles ist in Arbeit”, sag­te Lan­ge. Wenn alles gut lau­fe, lie­ge die Eini­gung Ende des Jah­res auf dem Tisch. Auch der Vor­sit­zen­de des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses, David McAl­lis­ter (CDU), bestä­tig­te inten­si­ve Ver­hand­lun­gen hin­ter den Kulis­sen, um Pro­ble­me „end­gül­tig aus­zu­räu­men und das Abkom­men 2023 unter Dach und Fach zu bekom­men”. In Brüs­sel sei der poli­ti­sche Wil­le dazu deut­lich gestie­gen, auch der Macht­wech­sel in Bra­si­li­en habe eine neue Dyna­mik mit sich gebracht. Die Vor­sit­zen­de des EU-Bin­nen­markt­aus­schus­ses, Anna Cavazzi­ni (Grü­ne), kri­ti­sier­te, dass das Abkom­men in sei­ner jet­zi­gen Form „voll­kom­men ver­al­tet” sei. Es wür­de den Druck auf wert­vol­le Öko­sys­te­me wie den Ama­zo­nas wei­ter erhöhen.

Foto: EU-Fah­ne, über dts Nachrichtenagentur

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