Busch­mann weist SPD-For­de­rung nach Ver­bot von Index­mie­ten zurück

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Mar­co Busch­mann (FDP) hat die For­de­run­gen aus der SPD nach einem Ver­bot oder einer Reform der so genann­ten Index­mie­ten zurück­ge­wie­sen. „Mie­ter mit Index­miet­ver­trä­gen stan­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zumeist bes­ser da als Mie­ter mit nor­ma­len Miet­ver­trä­gen”, sag­te Busch­mann der „Rhei­ni­schen Post” (Frei­tags­aus­ga­be). „Denn die Lebens­hal­tungs­kos­ten sind viel lang­sa­mer gestie­gen als die Ver­gleichs­mie­ten. Und bei Index­miet­ver­trä­gen ist eine Anpas­sung der Mie­te an die orts­üb­li­che Ver­gleichs­mie­te aus­ge­schlos­sen”, sag­te der FDP-Politiker. 

Gera­de auch Mie­ter­ver­ei­ne hät­ten sich des­halb bis vor Kur­zem posi­tiv zur Index­mie­te geäu­ßert. „Jetzt haben sich zum ers­ten Mal seit län­ge­rem die Ver­hält­nis­se umge­dreht. Ich habe Zwei­fel, ob das eine sofor­ti­ge gesetz­ge­be­ri­sche Inter­ven­ti­on recht­fer­tigt”, sag­te Busch­mann. „Aber natür­lich wer­den wir die wei­te­re Ent­wick­lung im Blick behal­ten”, sag­te der Minis­ter. Vor allem aus der SPD gibt es For­de­run­gen, die Index­mie­ten zu ver­bie­ten oder zu ver­än­dern, um sprung­haf­te Miet­an­stie­ge wegen der Kopp­lung an die hohe Infla­ti­on zu ver­hin­dern. „Index­mie­ten soll­ten künf­tig nicht mehr an die Infla­ti­ons­ra­te, son­dern an die Ent­wick­lung der Net­to-Kalt­mie­ten gekop­pelt wer­den”, sag­te die SPD-Miet­rechts-Exper­tin Zan­da Mar­tens der „Rhei­ni­schen Post”. „Wir for­dern Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Mar­co Busch­mann drin­gend auf, hier tätig zu wer­den und die hohen Miet­an­stie­ge durch eine Geset­zes­än­de­rung zu stoppen.”

Foto: Klin­gel an einer Woh­nung, über dts Nachrichtenagentur

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