CDU nennt Ber­li­ner Jugend­ge­walt-Gip­fel „SPD-Wahl­kampf­ma­nö­ver”

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Vor dem Ber­li­ner Gip­fel gegen Jugend­ge­walt wegen der Aus­schrei­tun­gen in der Neu­jahrs­nacht haben CDU-Bun­des­vi­ze Sil­via Bre­her und CDU-Gene­ral­se­kre­tär Mario Cza­ja die Regie­ren­de Bür­ger­meis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey (SPD) scharf kri­ti­siert. Der Gip­fel sei nur ein „SPD-Wahl­kampf­ma­nö­ver”, sag­te Bre­her dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. Statt wei­te­re Gip­fel anzu­kün­di­gen, emp­feh­le sie der Regie­ren­den, „end­lich durch­zu­grei­fen und kon­se­quent zu han­deln”, so die Familienpolitikerin. 

„Nicht nur ankün­di­gen, son­dern viel­mehr alle bereits vor­han­de­nen Mög­lich­kei­ten aus­schöp­fen und kon­se­quent anwen­den – das ist das Gebot der Stun­de.” Cza­ja sag­te unter­des­sen dem RND: „Frau Gif­feys Jugend­gip­fel ist Aus­druck ihrer Hilf­lo­sig­keit. Frei nach dem Mot­to: Wer nicht wei­ter­weiß, grün­det einen Arbeits­kreis.” Cza­ja warf Gif­fey einen Ablen­kungs­ver­such vor: „Ihr Gip­fel soll Akti­on sug­ge­rie­ren, um zu ver­ne­beln, dass unter ihrer Füh­rung Poli­zei und Jus­tiz zuneh­mend an Hand­lungs­fä­hig­keit ver­lie­ren”, sag­te der Ber­li­ner CDU-Poli­ti­ker. Der Neu­köll­ner Bezirks­bür­ger­meis­ter Mar­tin Hikel (SPD) hofft auf der ande­ren Sei­te auf „lang­fris­tig tra­gen­de Lösun­gen” durch den Gip­fel. „Wir brau­chen jetzt kei­ne Schnell­schüs­se”, sag­te er dem RND. „Jugend­ar­beit lebt davon, dass zwi­schen Jugend­li­chen und Sozi­al­ar­beit Ver­trau­en auf­ge­baut wird, und das braucht sei­ne Zeit.” Hikel warn­te vor Sym­bol­po­li­tik. Nötig sei­en viel­mehr Ver­ein­ba­run­gen, um die Jugend­ar­beit auf lan­ge Zeit stär­ken, so der Gif­fey-Nach­fol­ger im Bezirk: „Dazu gehört mehr Street­work und mehr Sozi­al­ar­beit, aber das ist eben ein lang­at­mi­ges Geschäft.”

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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