DAX lässt nach – US-Arbeits­markt­da­ten belasten

Zum Wochen­aus­klang hat der DAX nach­ge­las­sen. Zum Xetra-Han­dels­schluss wur­de der Index mit 15.476 Punk­ten berech­net, ein Minus in Höhe von 0,2 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­ta­ges­schluss. Für vor­über­ge­hend stär­ke­re Ver­lus­te hat­te am Nach­mit­tag die Ver­kün­dung der US-Arbeit­lo­sen­zah­len gesorgt. 

Die Arbeits­lo­sen­ra­te ist nach Anga­ben des US-Arbeits­mi­nis­te­ri­ums im Janu­ar auf 3,4 Pro­zent gesun­ken, nach 3,5 Pro­zent im Vor­mo­nat. Die Unter­neh­men in den USA schu­fen mit rund 517.000 neu­en Stel­len außer­halb der Land­wirt­schaft deut­lich mehr Arbeits­plät­ze als im Vor­feld erwar­tet. Für die US-Zen­tral­bank Fede­ral Reser­ve dürf­te der wei­ter­hin robus­te Arbeits­markt ein Signal dafür sein, dass die Wirt­schaft wei­te­re Leit­zins­er­hö­hun­gen aus­hal­ten kann. Trotz des­sen, dass mit stei­gen­den Zins­sät­zen Inves­ti­tio­nen in den Akti­en­markt für Anle­ger weni­ger attrak­tiv wer­den, haben sich die Märk­te aller­dings über­ra­schend schnell wie­der auf das Niveau von vor der Bekannt­ga­be der Zah­len erholt. An der Spit­ze der Kurs­lis­te in Frank­furt stan­den bis kurz vor Han­dels­schluss die Papie­re von Adi­das, Sar­to­ri­us und Infi­ne­on. Der Chip­her­stel­ler hat­te am Vor­tag sei­ne Gewinn­pro­gno­se ange­ho­ben. Auch die Akti­en von Con­ti­nen­tal ran­gier­ten am obe­ren Ende der Lis­te. Hin­ter­grund ist eine neue Stra­te­gie für die Indus­trie­spar­te. Grö­ße­re Abschlä­ge muss­ten bis kurz vor Han­dels­schluss dage­gen die Papie­re von Por­sche und Von­o­via mit rund minus drei Pro­zent hin­neh­men. Unter­des­sen stie­gen die Prei­se für Gas und Öl: Eine Mega­watt­stun­de (MWh) Gas zur Lie­fe­rung im März kos­te­te 58 Euro und damit ein Pro­zent mehr als am Vor­tag. Das impli­ziert einen Ver­brau­cher­preis von min­des­tens rund 10 bis 12 Cent pro Kilo­watt­stun­de (kWh) inklu­si­ve Neben­kos­ten und Steu­ern, soll­te das Preis­ni­veau dau­er­haft so blei­ben. Ein Fass der Nord­see-Sor­te Brent kos­te­te am Frei­tag­nach­mit­tag gegen 17 Uhr deut­scher Zeit 82,64 US-Dol­lar, das waren 47 Cent oder 0,6 Pro­zent mehr als am Schluss des vor­he­ri­gen Han­dels­tags. Die euro­päi­sche Gemein­schafts­wäh­rung ten­dier­te am Frei­tag­nach­mit­tag schwä­cher. Ein Euro kos­te­te 1,0851 US-Dol­lar (-0,52 Pro­zent), ein Dol­lar war dem­entspre­chend für 0,9216 Euro zu haben. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Anzei­ge­ta­fel in der Frank­fur­ter Bör­se, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.