Esken stellt Tren­nung von Par­tei- und Regie­rungs­pos­ten infrage

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – SPD-Che­fin Saskia Esken hat Zwei­fel an der Regel erken­nen las­sen, Par­tei- und Regie­rungs­pos­ten bei den Sozi­al­de­mo­kra­ten zu tren­nen. „Grund­sätz­lich ist das kei­ne schlech­te Idee”, sag­te sie dem „Spie­gel” in der aktu­el­len Aus­ga­be. Vor allem in der Gro­ßen Koali­ti­on sei es wich­tig gewe­sen, die Par­tei als eigen­stän­di­ge Kraft zu positionieren. 

„Und auch heu­te fin­de ich uns als unab­hän­gi­ge Par­tei­vor­sit­zen­de, die nicht ins Kabi­nett ein­ge­bun­den sind, ziem­lich stark. Aber es mag Situa­tio­nen geben, in denen man das anders beur­teilt.” Esken dürf­te damit Spe­ku­la­tio­nen über ihre Zukunft neue Nah­rung geben. Seit Mona­ten wird dar­über dis­ku­tiert, ob sie neue Innen­mi­nis­te­rin wird, falls Nan­cy Fae­ser die SPD-Spit­zen­kan­di­da­tur im hes­si­schen Wahl­kampf über­nimmt. Nach Eskens Wahl zur Vor­sit­zen­den im Jahr 2019 hat­ten sie und der Co-Vor­sit­zen­de Nor­bert Wal­ter-Bor­jans bewusst auf Regie­rungs­äm­ter ver­zich­tet, um die SPD unab­hän­gi­ger von der Regie­rung zu machen. Sie emp­fin­de den Par­tei­vor­sitz „als gro­ße Ehre”, sag­te Esken zur Fra­ge über ihre Zukunft. „Ich habe gro­ße Freu­de an mei­ner Arbeit.” Eine erneu­te Kan­di­da­tur für den Vor­sitz beim Par­tei­tag im Dezem­ber müs­se aber nicht ein Jahr vor­her bekannt gege­ben wer­den, son­dern erst „wenn der Par­tei­tag näher rückt”.

Foto: Saskia Esken, über dts Nachrichtenagentur

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