EU ver­schiebt geplan­te Wirtschaftsprüfungsreform

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die nach dem Wire­card-Skan­dal geplan­te Reform der Bilanz­prü­fung in Euro­pa wird sich um meh­re­re Jah­re ver­schie­ben. Die EU wird in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode kei­nen Gesetz­ent­wurf mehr dazu vor­le­gen, bestä­tig­te ein Beam­ter der EU-Kom­mis­si­on dem „Han­dels­blatt” (Frei­tag­aus­ga­be). Im Arbeits­pro­gramm für 2023 ist die Reform schon nicht mehr erwähnt. 

Ursprüng­lich woll­te die EU schon Ende 2022 neue Geset­ze zur Regu­lie­rung der Abschluss­prü­fung bör­sen­no­tier­ter Unter­neh­men vor­le­gen. Dar­in soll­te es auch um Ein­grif­fe auf den hoch kon­zen­trier­ten Markt für Wirt­schafts­prü­fer gehen, bis hin zur Fra­ge nach einer Pflicht zur Auf­spal­tung in Prü­fungs- und Bera­tungs­un­ter­neh­men. Die Reform war auch als Reak­ti­on auf den Wire­card-Bilanz­skan­dal geplant. Die Kom­mis­si­on nennt als Grün­de für die Ver­schie­bung neue Prio­ri­tä­ten nach dem Aus­bruch des Ukrai­ne­kriegs. Auch sei eine neue Stu­die über die Abschluss­prü­fung in Euro­pa ver­spä­tet fer­tig­ge­stellt wor­den. Mit einem neu­en Vor­stoß zur Abschluss­prü­fer-Reform rech­nen Exper­ten frü­hes­tens 2025, wenn die neue Kom­mis­si­on nach der Euro­pa­wahl 2024 feststeht.

Foto: EU-Fah­ne, über dts Nachrichtenagentur

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