Ex-Wehr­be­auf­trag­ter erwar­tet von Pis­to­ri­us schnel­le Wehrreform

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der ehe­ma­li­ge Wehr­be­auf­trag­te Hans-Peter Bartels erwar­tet vom neu­en Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us (SPD) eine schnel­le Umset­zung der Bun­des­wehr­re­form. „Haupt­auf­ga­be des neu­en Minis­ters muss sein, die vom Gene­ral­inspek­teur bereits kon­zi­pier­te Streit­kräf­te-Reform rasch in die Wirk­lich­keit umzu­set­zen – weg von einer rein auf welt­wei­te Kri­sen­in­ter­ven­ti­on opti­mier­ten Trup­pe für klei­ne Ein­satz­kon­tin­gen­te hin zu einer Armee für die Lan­des- und Bünd­nis­ver­tei­di­gung in Euro­pa”, sag­te Bartels (SPD) dem „Han­dels­blatt” (Mitt­woch­aus­ga­be). Das hei­ße, dass die gan­ze Bun­des­wehr wie­der ein­satz­be­reit wer­den müsse. 

„Dazu gehört, die mili­tä­ri­schen Orga­ni­sa­ti­ons­be­rei­che von sechs auf vier zu redu­zie­ren – weni­ger Stä­be, mehr Trup­pe”, sag­te Bartels, der heu­te Prä­si­dent der Gesell­schaft für Sicher­heits­po­li­tik (GSP) ist. Auch das Beschaf­fungs­we­sen müs­se wei­ter refor­miert wer­den. Um den Mate­ri­al­er­halt soll­te sich nach Ansicht von Bartels nicht mehr das Beschaf­fungs­amt küm­mern, son­dern die Teil­streit­kräf­te selbst. „Es geht jetzt um ‘Kick and rush‘, dar­um, den Ball schnell nach vor­ne zu spie­len”, for­mu­lier­te der ehe­ma­li­ge Wehr­be­auf­trag­te sei­ne Erwar­tun­gen an Pistorius.

Foto: Bun­des­wehr-Hel­me, über dts Nachrichtenagentur

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