Fae­ser und Busch­mann wol­len har­te Stra­fen nach Silvester-Krawallen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) und Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Mar­co Busch­mann (FDP) mah­nen nach den Sil­ves­ter-Kra­wal­len schnel­le Ver­ur­tei­lun­gen der Straf­tä­ter und har­te Stra­fen an. „Bis zu einem Urteil dür­fen maxi­mal ein paar Wochen ver­ge­hen. Nur so kann sich der Rechts­staat Respekt ver­schaf­fen”, sag­te Fae­ser der „Bild am Sonntag”. 

„Jun­ge Gewalt­tä­ter müs­sen sofort klar und deut­lich spü­ren, dass ihr Han­deln Kon­se­quen­zen hat.” Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Mar­co Busch­mann (FDP) sag­te der „Bild am Sonn­tag”: „Unser Rechts­staat muss wehr­haft sein. Er darf sich von nie­man­dem auf der Nase her­um­tan­zen las­sen. Bei Kör­per­ver­let­zun­gen und Wider­stand gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te sind Haft­stra­fen bis zu meh­re­ren Jah­ren mög­lich. Das muss kon­se­quent durch­ge­setzt wer­den.” Der Jus­tiz­mi­nis­ter wei­ter: „Bei Per­so­nen ohne Auf­ent­halts­recht müs­sen die Mög­lich­kei­ten für Aus­wei­sung und Abschie­bung genutzt wer­den.” Mit Blick auf gewalt­tä­ti­ge Jugend­li­che ver­lang­te Fae­ser ein Ende der Spar­maß­nah­men im Jus­tiz­be­reich und den Aus­bau der Zusam­men­ar­beit von Poli­zei und Jus­tiz: „Wir haben Häu­ser des Jugend­rechts in meh­re­ren Bun­des­län­dern, wo Poli­zei und Jus­tiz unter einem Dach arbei­ten. So etwas brau­chen wir in ganz Deutsch­land. Aber das klappt nur, wenn man nicht an der Jus­tiz spart. Eines geht nicht: dass die­sel­ben Poli­ti­ker vor­mit­tags ein har­tes Durch­grei­fen des Staa­tes for­dern und nach­mit­tags nach Spar­maß­nah­men rufen”, so die SPD-Politikerin.

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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