Grü­ne wol­len par­la­men­ta­ri­sche Nach­be­rei­tung des Lützerath-Einsatzes

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Poli­zei­ein­satz bei der Räu­mung des Braun­koh­le­dor­fes Lüt­zer­ath muss nach Ein­schät­zung von Grü­nen-Frak­ti­ons­chefin Katha­ri­na Drö­ge par­la­men­ta­risch nach­be­rei­tet wer­den. „Es gibt Vide­os mit har­ten Bil­dern im Inter­net”, sag­te die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te dem „Köl­ner Stadt-Anzei­ger”. Die Bil­der zeig­ten einen „teil­wei­se har­ten Poli­zei­ein­satz” und Demons­trie­ren­de, die die Abbruch­kan­te des Tage­baus errei­chen woll­ten und sich damit in Lebens­ge­fahr bege­ben hätten. 

Man wer­de mit den par­la­men­ta­ri­schen Beob­ach­tern über ihre Ein­drü­cke spre­chen. „Auch der Land­tag NRW wird sich mit die­sem Ein­satz beschäf­ti­gen”, so Drö­ge. Vide­os allein sei­en „nicht aus­rei­chend, um ein umfas­sen­des Bild zu bekom­men und um die Recht­mä­ßig­keit der getrof­fe­nen Maß­nah­men zu beur­tei­len. Des­halb braucht es eine struk­tu­rier­te Auf­ar­bei­tung”, sag­te die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin aus Köln. Die Akti­on von zwei Akti­vis­ten, die sich in einem unter­ir­di­schen Tun­nel ange­ket­tet hat­ten, lehn­te Drö­ge ab. „Ich habe kein Ver­ständ­nis dafür, wenn Men­schen sich bei Pro­tes­ten in Lebens­ge­fahr bringen.”

Foto: Demo bei Lüt­zer­ath am 14.01.2023, über dts Nachrichtenagentur

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