Habeck for­dert von Kli­ma­be­we­gung Distan­zie­rung von Gewalt

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne) for­dert die Kli­ma­be­we­gung auf, sich von gewalt­tä­ti­gem Pro­test und der Ver­un­glimp­fung von Poli­zis­ten zu distan­zie­ren. Es sei „nicht akzep­ta­bel”, wie Poli­zis­ten „pau­schal ver­un­glimpft wer­den und wie ein Teil der Akti­vis­ten nach einer ‘Welt ohne Poli­zei‘ ruft”, sag­te Habeck der „taz” (Wochen­end­aus­ga­be). Der Staat wer­de mög­li­che Fäl­le von Poli­zei­ge­walt bei den Pro­tes­ten gegen die Räu­mung des Dor­fes Lüt­zer­ath im rhei­ni­schen Braun­koh­le­re­vier aufklären. 

„Umge­kehrt erwar­te ich, dass sich die Kli­ma­be­we­gung glas­klar von Gewalt distan­ziert. Ohne Hin­ter­tür”, so Habeck wei­ter. „Gera­de Kli­ma­schutz han­delt davon, Frei­heit und Leben in einer Demo­kra­tie zu schüt­zen. Und Gewalt ist kein legi­ti­mes Mit­tel der poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung.” Die Gewalt­fra­ge nann­te Habeck „rele­van­ter als die Fra­ge, wie die Kli­ma­be­we­gung und die Grü­nen klar­kom­men”. Pro­test­be­we­gun­gen dürf­ten sich „auf das Dage­gen kon­zen­trie­ren”. Sei­ne eige­ne Rol­le sei eine ande­re: Er müs­se Ent­schei­dun­gen in Regie­rung und Par­la­ment durch­set­zen, Kom­pro­mis­se ein­ge­hen und die Ener­gie­si­cher­heit gewähr­leis­ten. Ein Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen Regie­rungs­par­tei und Bür­ger­be­we­gung sei daher „zwangs­läu­fig”.

Foto: Demo bei Lüt­zer­ath am 14.01.2023, über dts Nachrichtenagentur

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