Immer mehr Fir­men ver­öf­fent­li­chen kei­ne Bilanz

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – In Deutsch­land ver­sto­ßen wie­der mehr Unter­neh­men gegen die Ver­öf­fent­li­chungs­pflicht ihrer Bilan­zen. Im ver­gan­ge­nen Jahr lei­te­te das zustän­di­ge Bun­des­amt für Jus­tiz nach Infor­ma­tio­nen der „Welt am Sonn­tag” schon bis Ende Novem­ber mehr als 242.000 Ver­fah­ren wegen Ver­stö­ßen gegen die soge­nann­te Offen­le­gungs­pflich­ten ein – gut 15 Pro­zent mehr als 2021. Damals hat­te die Behör­de im Gesamt­jahr rund 210.000 Ver­fah­ren eröffnet. 

Die meis­ten Fir­men sind nach dem Han­dels­ge­setz­buch ver­pflich­tet, spä­tes­tens ein Jahr nach Ende ihres Geschäfts­jah­res einen Jah­res­ab­schluss zu ver­öf­fent­li­chen. Wer gegen die­se Rege­lun­gen ver­stößt, dem droht ein Ord­nungs­geld. Soll­ten die Unter­neh­men auch nach Auf­for­de­rung ihrer Ver­öf­fent­li­chungs­pflicht nicht nach­kom­men, kann das Bun­des­amt für Jus­tiz bis zu 25.000 Euro Buß­geld ver­hän­gen. In fast 80.000 Fäl­len ver­häng­te die Behör­de bis Ende Novem­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res sol­che Ord­nungs­gel­der, 2021 waren es 78.400 Ver­fah­ren gewe­sen, in denen ein Buß­geld ver­hängt wur­de. So kamen allein durch Ord­nungs­gel­der und Gebüh­ren Ein­nah­men von fast 105 Mil­lio­nen Euro zusam­men. Im Vor­jahr lag der Wert mit knapp 112 Mil­lio­nen Euro aber noch höher. Ver­hängt wur­den von Janu­ar bis Novem­ber 2022 sogar Ord­nungs­gel­der von mehr als 237 Mil­lio­nen Euro, im Vor­jahr waren es gut 230 Mil­lio­nen Euro gewesen.

Foto: Büro-Hoch­haus, über dts Nachrichtenagentur

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