Kin­der­ärz­te for­dern Not­fall-Beschaf­fungs­ak­ti­on für Fiebersaft

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ange­sichts der Lie­fer­schwie­rig­kei­ten bei Fie­ber­saft und ande­ren Prä­pa­ra­ten für jun­ge Pati­en­ten haben Kin­der­ärz­te in der aktu­el­len Krank­heits­wel­le Sofort­maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung gefor­dert. „Wir erle­ben eine sehr hohe Nach­fra­ge nach fie­ber­sen­ken­den Medi­ka­men­ten wie Ibu­profen oder Par­acet­amol, weil der­zeit extrem vie­le Kin­der erkrankt sind”, sag­te der Prä­si­dent des Berufs­ver­ban­des der Kin­der- und Jugend­ärz­te, Tho­mas Fisch­bach, der „Rhei­ni­schen Post”. Es sei ein „Armuts­zeug­nis”, dass so simp­le Medi­ka­men­te wie ein Fie­ber­saft häu­fig nicht mehr ver­füg­bar seien. 

„Ver­zwei­fel­te Eltern kom­men zu uns in die Pra­xen, die Apo­the­ker müs­sen unver­schul­det den Ärger aus­hal­ten. Es gibt zu weni­ge Anbie­ter sol­cher Mit­tel, weil die Fest­preis­re­ge­lung bei uns zu einem Abwan­dern der Pro­duk­ti­on in Bil­lig­lohn­län­der wie Indi­en und Chi­na geführt hat”, sag­te der Kin­der­arzt. „Dort gibt es nun Lie­fer­ket­ten­pro­ble­me, was wie­der­um zu Lie­fer­eng­päs­sen führt.” Die von Gesund­heits­mi­nis­ter Karl Lau­ter­bach (SPD) vor­ge­stell­ten Plä­ne für Geset­zes­än­de­run­gen kämen zu spät. „Wir brau­chen jetzt eine von der Poli­tik ange­scho­be­ne Beschaf­fungs­ak­ti­on, um wie zu Beginn der Coro­na-Pan­de­mie in einer Not­la­ge schnell an Fie­ber­saft, bestimm­te Anti­bio­ti­ka und ande­re sel­ten gewor­de­ne Prä­pa­ra­te für klei­ne Kin­der zu kom­men”, for­der­te Fischbach.

Foto: Apo­the­ke, über dts Nachrichtenagentur

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