Kli­ma­schüt­zer in der Uni­on for­dern Tem­po 130

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Auch aus CDU und CSU gibt es nun Rufe nach einem all­ge­mei­nen Tem­po­li­mit auf deut­schen Auto­bah­nen – aller­dings bei 130 Stun­den­ki­lo­me­tern. „Außer ideo­lo­gi­schen Grün­den gibt es kei­ne trag­fä­hi­gen Argu­men­te für die CDU, ein Tem­po­li­mit abzu­leh­nen”, schreibt Hein­rich Strö­ßen­reu­ther, Vor­stands­mit­glied und Mit­grün­der der soge­nann­ten „Kli­ma-Uni­on” in einem Gast­bei­trag für das Maga­zin „Focus”. Strö­ßen­reu­ther wei­ter: „Wer Tem­po 130 nicht beschließt, macht sich mit­schul­dig an der dro­hen­den Klimakatastrophe.” 

Das gesche­he aus „bil­li­gen, par­tei­in­ter­nen Grün­den”. Die „Kli­ma-Uni­on” ist ein Bünd­nis aus CDU- und CSU-Poli­ti­kern, das sich für kli­ma­po­li­ti­sche The­men in der Uni­on ein­setzt. Mit der For­de­rung nach einem Tem­po­li­mit stellt sich ihr Mit­glied Hein­rich Strö­ßen­reu­ther gegen die Linie sei­ner eige­nen Par­tei. CDU und CSU haben ein Tem­po­li­mit bis­lang strikt abge­lehnt. Eine gemein­sa­me Geset­zes­in­itia­ti­ve mit SPD und Grü­nen wäre jedoch ein „Zei­chen kli­ma­po­li­ti­schen Glaub­wür­dig­keit” für die Uni­on, schreibt Strö­ßen­reu­ther. In der Kli­ma-Uni­on unter­stütz­ten „weit über 70 Pro­zent” die Ein­füh­rung eines Tem­po­li­mits, behaup­tet er. Auch bei der steu­er­li­chen Sub­ven­tio­nie­rung von Dienst­wa­gen for­dert Strö­ßen­reu­ther ein Umden­ken in der CDU. Künf­tig soll­ten „nur noch voll­stän­dig elek­trisch betrie­be­ne Fir­men­wa­gen” steu­er­lich absetz­bar sein. Der Ver­kehrs­exper­te hofft, mit die­ser For­de­rung Inno­va­tio­nen in der deut­schen Auto­in­dus­trie zu för­dern. Gut ver­mit­teln lie­ße sich das vor allem libe­ral­kon­ser­va­ti­ven Wäh­lern gegen­über, „denen dar­an gele­gen ist, dass Deutsch­land ein Indus­trie­land bleibt”, so Strö­ßen­reu­ther weiter.

Foto: Auto­bahn, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.