Kom­mu­nen hal­ten Flücht­lings­si­tua­ti­on für kaum noch beherrschbar

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ver­tre­ter von Kom­mu­nen hal­ten die der­zei­ti­ge Flücht­lings­si­tua­ti­on für kaum noch beherrsch­bar. „Vie­le Städ­te und Gemein­den sind bei der Unter­brin­gung von Flücht­lin­gen und Ver­trie­be­nen längst an ihrer Leis­tungs­gren­ze”, sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Städ­te- und Gemein­de­bun­des, Gerd Lands­berg, dem „Han­dels­blatt” (Diens­tag­aus­ga­be). Es wür­den teil­wei­se Hotel­zim­mer ange­mie­tet und Not­un­ter­künf­te in Turn­hal­len, aber auch in frei­ste­hen­den Gebäu­den in Gewer­be­ge­bie­ten eingerichtet. 

„Das lässt sich nicht mehr belie­big aus­wei­ten.” Lands­berg mahn­te, das The­ma müs­se in der Bun­des­re­gie­rung end­lich zur „Chef­sa­che” erklärt wer­den. Auch der Prä­si­dent des Deut­schen Land­kreis­ta­ges, Rein­hard Sager, sieht Hand­lungs­be­darf. Ein „Kri­sen­tref­fen” mit Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) sei über­fäl­lig. In den Land­krei­sen sei die Belas­tungs­gren­ze durch die Flücht­lings­auf­nah­me viel­fach bereits über­schrit­ten. „Die Situa­ti­on vor Ort ist nicht ein­fach, dies stellt auch den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt in Fra­ge”, sag­te Sager dem „Han­dels­blatt” (Diens­tag­aus­ga­be). Sager plä­diert zudem für eine Begren­zung des Zuzugs von Migran­ten. „Der Bund muss sofort den wei­ter statt­fin­den­den Zustrom begren­zen, die euro­päi­schen Außen­gren­zen müs­sen geschützt und die Rück­füh­run­gen inner­halb der EU deut­lich ver­stärkt wer­den”, sag­te Sager mit Blick auf Zuwan­de­rung ins­be­son­de­re aus Afgha­ni­stan und Syrien.

Foto: Flücht­lin­ge auf der Bal­kan­rou­te, über dts Nachrichtenagentur

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