Kubicki tritt wie­der als FDP-Vize an und will Abge­ord­ne­ter bleiben

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Wolf­gang Kubicki wird auf dem Par­tei­tag der FDP im April erneut als stell­ver­tre­ten­der Bun­des­vor­sit­zen­der kan­di­die­ren. „Ich tre­te wie­der an”, sag­te Kubicki der „Welt” (Diens­tag­aus­ga­be). Er fol­ge damit den Bit­ten des FDP-Vor­sit­zen­den Chris­ti­an Lind­ner und des schles­wig-hol­stei­ni­schen Lan­des­vor­sit­zen­den Oli­ver Kumbartzky. 

Auch sei­ne Ehe­frau habe nach lan­ger Dis­kus­si­on zuge­stimmt – „mit der Auf­la­ge, dass ich bis Ende des Jah­res zehn Kilo abneh­men muss, weil sie auf mei­ne Gesund­heit ach­tet”. Er habe das Gefühl, begrün­de­te Kubicki sei­ne Ent­schei­dung, „dass mei­ne Mit­wir­kung not­wen­dig ist, um uns in der poli­ti­schen Klas­se davor zu bewah­ren, mit unse­li­gen Ent­schei­dun­gen unser Leben in die­sem Land zu rui­nie­ren”. Der aktu­el­le Vize­prä­si­dent des Bun­des­tags will 2025 auch wie­der für das Par­la­ment antre­ten: „So Gott und mei­ne Lan­des­par­tei will und ich lebe, wird das so sein.” Sein Ziel sei erneut ein zwei­stel­li­ges Ergeb­nis für die FDP. Dazu müs­se sei­ne Par­tei vor allem „in der Alters­grup­pe 60-Plus deut­lich bes­ser wer­den”. Trotz der poli­ti­schen Dif­fe­ren­zen in der Ampel-Koali­ti­on warn­te Kubicki vor einem Bruch des Bünd­nis­ses. „Wel­che Alter­na­ti­ve gibt es denn? Die Uni­on ist nach wie vor nicht regie­rungs­fä­hig. Und Deutsch­land jetzt, in die­ser Lage in Euro­pa, in einen Bruch der Koali­ti­on und einen neu­en Wahl­kampf zu schi­cken – das hie­ße, uns ein hal­bes Jahr nahe­zu hand­lungs­un­fä­hig zu machen”, sag­te Kubicki. „Das wäre unver­ant­wort­lich.” Die Ampel sei „zum Erfolg ver­dammt”. Jün­ge­ren FDP-Poli­ti­kern rät Kubicki zu mehr Mut. „Ich ermun­te­re sie aber immer wie­der, kei­ne Angst davor zu haben, auch ein­mal anzu­ecken. Denn nur wenn die Men­schen uns wahr­neh­men, kön­nen sie sich im Zwei­fel für oder gegen uns ent­schei­den”, so der 70-Jäh­ri­ge. „Das Mit­schwim­men in einem gro­ßen Strom wird der FDP nicht hel­fen. Im Gegenteil.”

Foto: Wolf­gang Kubicki, über dts Nachrichtenagentur

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