Lin­ke will Part­ner der Kli­ma­be­we­gung werden

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Lin­ke will zum „Poli­ti­schen Part­ner der Kli­ma­be­we­gung” wer­den. In einem Stra­te­gie­pa­pier, über das die „Süd­deut­sche Zei­tung” (Sams­tags­aus­ga­be) berich­tet und das am Sams­tag auf der Jah­res­auf­takt-Klau­sur des Bun­des­vor­stan­des in Ber­lin beschlos­sen wer­den soll, soli­da­ri­siert sich die Par­tei­spit­ze mit denen, „die dar­auf auf­merk­sam machen, dass die Poli­tik nicht der Dra­ma­tik öko­lo­gi­scher Zer­stö­rung gerecht wird”. Die Par­tei reagiert damit auch auf die jüngs­te Ent­frem­dung zwi­schen den Grü­nen und der Kli­ma­be­we­gung ange­sichts der Räu­mung des Dor­fes Lüt­zer­ath zuguns­ten des Kohlebergbaus. 

Par­tei­che­fin Jani­ne Wiss­ler sag­te der SZ: „Kli­ma­po­li­ti­sche Irr­we­ge, wie sie aktu­ell sym­bo­lisch am Dorf Lüt­zer­ath deut­lich wer­den, wol­len wir ver­las­sen. Wir ste­hen soli­da­risch an der Sei­te der Men­schen, die ihre demo­kra­ti­schen Rech­te wahr­neh­men und sich mit Demons­tra­tio­nen und zivi­lem Unge­hor­sam für Kli­ma­schutz ein­set­zen.” Wiss­lers Co-Vor­sit­zen­der Mar­tin Schir­de­wan ergänz­te: Eine Lin­ke „auf der Höhe der Zeit” ste­he „ohne Wenn und Aber für den sozi­al-öko­lo­gi­schen Umbau”. Die Lin­ke will laut ihrem Mani­fest nun eine sozia­lis­ti­sche Kli­ma­ge­rech­tig­keits­par­tei wer­den. Kern des Stra­te­gie­pa­piers des Par­tei­vor­stan­des ist ein Inves­ti­ti­ons­pro­gramm von 120 Mil­li­ar­den Euro pro Jahr für einen kli­ma­ge­rech­ten Umbau von Wirt­schaft und Indus­trie. Mit die­sem Geld lie­ßen sich nach Berech­nun­gen der Lin­ken unter ande­rem eine bezahl­ba­re Ener­gie­ver­sor­gung garan­tie­ren, eine Ver­kehrs­wen­de für nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät sowie leis­tungs­fä­hi­ge Daten­net­ze für alle schaf­fen. Fer­ner soll damit der Schie­nen­ver­kehr refor­miert und mög­lichst jedes Haus mit Wär­me­pum­pen aus­ge­stat­tet wer­den. Wiss­ler sag­te dazu: „Das alles ist finan­zier­bar, wenn, und nur wenn, hohe Ver­mö­gen deut­lich stär­ker besteu­ert werden.”

Foto: Fri­days-for-Future-Pro­test, über dts Nachrichtenagentur

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