NATO-Gene­ral­se­kre­tär sieht neue Lücken in Waffenbeständen

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – NATO-Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg for­dert die Alli­ier­ten auf, die durch die Waf­fen- und Muni­ti­ons­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne ent­stan­de­nen Aus­rüs­tungs­lü­cken zu schlie­ßen. „Unse­re Unter­stüt­zung der Ukrai­ne hat die Bestän­de der NATO an Waf­fen und Muni­ti­on immer wei­ter geleert”, sag­te Stol­ten­berg der „Welt”. Das sei auf­grund des Bedarfs der Ukrai­ne rich­tig und not­wen­dig gewesen. 

„Aber natür­lich müs­sen wir unse­re eige­nen Vor­rä­te an Muni­ti­on und Waf­fen­sys­te­men wie­der auf­fül­len, auch um sicher­zu­stel­len, dass wir die Ukrai­ne wei­ter ver­sor­gen kön­nen.” Die Ver­bün­de­ten dürf­ten nicht nur an neue Waf­fen­lie­fe­run­gen den­ken, so Stol­ten­berg: „Wir soll­ten auch sicher­stel­len, dass die gelie­fer­ten Sys­te­me auch funk­tio­nie­ren, dass wir genü­gend Muni­ti­on und Ersatz­tei­le lie­fern, an die War­tung und Aus­bil­dung an den Sys­te­men. Das ist not­wen­dig, damit die­ses Gerät auch die Wir­kung erzie­len kann, für die es gelie­fert wur­de.” Die NATO habe des­halb ihre Zusam­men­ar­beit mit der Indus­trie ver­stärkt, über­ar­bei­te ihre Fähig­keits­zie­le und die Vor­ga­ben für die Lager­be­stän­de der ein­zel­nen Ver­bün­de­ten. „Ich begrü­ße die Ankün­di­gung der USA, Deutsch­lands, Nor­we­gens und meh­re­rer ande­rer Ver­bün­de­ter, die jetzt Ver­trä­ge mit der Indus­trie unter­zeich­nen, um die Pro­duk­ti­on zu erhö­hen und die Bestän­de auf­zu­fül­len”, sag­te Stol­ten­berg. Auf die Fra­ge, ob Deutsch­land ange­sichts sei­ner Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen für die Ukrai­ne NATO-Zusa­gen wie eine voll aus­ge­stat­te­te Divi­si­on ab 2025 spä­ter bereit­stel­len kön­ne, sag­te der Gene­ral­se­kre­tär: „Wir erwar­ten von unse­ren Ver­bün­de­ten immer, dass sie ihre Ver­pflich­tun­gen ein­hal­ten. Sie machen Zusa­gen, und dann gibt es einen stän­di­gen Dia­log zwi­schen der NATO und den Mit­glied­staa­ten. Das gehört zu unse­rer täg­li­chen Arbeit.”

Foto: Bun­des­wehr-Sol­da­ten, über dts Nachrichtenagentur

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