Polen besteht auf „Koali­ti­on der Wil­li­gen” bei Kampfpanzern

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Bot­schaf­ter der Repu­blik Polen in Deutsch­land, Dari­usz Paw­los, hat an Deutsch­land appel­liert, nicht nur pol­ni­sche Leo­pard-Lie­fe­run­gen zu geneh­mi­gen, son­dern sich auch aktiv mit eige­nen Kampf­pan­zern an einer „Koali­ti­on der Wil­li­gen” zu betei­li­gen. „Wenn wir Pan­zer lie­fern, dann müs­sen wir die in einer ent­spre­chen­den Men­ge lie­fern – nicht eine Kom­pa­nie, son­dern ein Batail­lon”, sag­te Paw­los dem TV-Sen­der „Welt”. „Das heißt, zig Pan­zer und nicht eini­ge Dutzend.” 

Es mache mili­tä­risch gese­hen wenig Sinn, nur ein paar weni­ge pol­ni­sche Pan­zer zu lie­fern. „Aus die­sem Grun­de wäre wirk­lich wich­tig, dass Deutsch­land auch dabei ist.” Polen habe nie einen Allein­gang bei der Leo­pard-Lie­fe­rung beab­sich­tigt, so der Bot­schaf­ter. „Wich­tig ist, dass auch Polen nicht allein geht, son­dern dass wir eine Koali­ti­on der Wil­li­gen bil­den. Die Ukrai­ner brau­chen unse­re Unter­stüt­zung – nicht nur die Unter­stüt­zung Polens, son­dern auch einer brei­te­ren Koali­ti­on”, sag­te Paw­los. „Und für die­se brei­te Koali­ti­on setzt sich ganz ent­schie­den Polen ein und möch­te zu die­ser Koali­ti­on vor allem die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein­la­den. Denn das ist unse­rer wich­ti­ger und star­ker Part­ner.” Ins­ge­samt spre­che man mit „eini­gen” Län­dern über eine Betei­li­gung an der Leo­pard-Koali­ti­on. Wel­che Län­der das sind, woll­te er nicht sagen. „Wir soll­ten auf die Ergeb­nis­se die­ser Gesprä­che war­ten”, so Paw­los. Polen sei froh, dass nach Wochen des War­tens die Ent­schei­dung der Bun­des­re­gie­rung nun offen­bar unmit­tel­bar bevor­ste­he. „Jetzt sehen wir Bewe­gung, und das ist posi­tiv.” Der pol­ni­sche Bot­schaf­ter äußer­te zwar grund­sätz­lich Ver­ständ­nis dafür, dass sich Deutsch­land Sor­gen mache, in den Krieg hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den. Aber von rus­si­schen Dro­hun­gen dür­fe man sich nicht abschre­cken las­sen. „Wir wol­len uns nicht davor fürch­ten, son­dern wir soll­ten han­deln; kon­se­quent, stark, schnell der Ukrai­ne hel­fen”, so Paw­los. „Auf die­se Art und Wei­se wer­den wir den ver­bre­che­ri­schen Krieg zum Abschluss bringen.”

Foto: Pol­ni­sche Gren­ze, über dts Nachrichtenagentur

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