Regie­rung kann „Über­ge­win­ne” von Strom­erzeu­gern nicht beziffern

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Höhe der zu erwar­ten­den Ein­nah­men aus der Abschöp­fung der soge­nann­ten „Über­ge­win­ne” von Strom­erzeu­gern ist trotz deren Beschluss noch unklar. Das geht aus der Ant­wort des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums auf eine Anfra­ge des Lin­ken-Abge­ord­ne­ten Chris­ti­an Gör­ke her­vor, über die der „Spie­gel” berich­tet. Die­ser hat­te gefragt, wie hoch die soge­nann­ten Über­schusserlö­se auf dem Strom­markt in den ein­zel­nen Quar­ta­len des ver­gan­ge­nen Jah­res ausfielen. 

Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ant­wor­te­te, dass das im Dezem­ber ver­ab­schie­de­te Strom­preis­brem­sen­ge­setz zwar bestim­me, wie die Über­schusserlö­se zu ermit­teln sind: „Das Gesetz trifft jedoch kei­ne unmit­tel­ba­ren Aus­sa­gen zu deren Höhe.” Zudem grei­fe die Abschöp­fung für das ver­gan­ge­ne Jahr aus­schließ­lich im Dezem­ber. „Schät­zun­gen zu den Über­schusserlö­sen im Dezem­ber 2022 lie­gen der Bun­des­re­gie­rung noch nicht vor.” Ent­ge­gen frü­he­ren Pla­nun­gen gilt die Maß­nah­me für Strom­erzeu­ger nicht rück­wir­kend ab Sep­tem­ber oder gar März, son­dern erst ab Dezem­ber 2022. Die feh­len­den Infor­ma­tio­nen zu den Über­schusserlö­sen nann­te Lin­ken-Poli­ti­ker Gör­ke vor die­sem Hin­ter­grund „hoch­bri­sant”. Die Strom­kon­zer­ne kämen „mit den fet­ten Gewin­nen der letz­ten Mona­te ein­fach so davon – und die Bun­des­re­gie­rung weiß nicht mal, wie viel das ist”.

Foto: Kraft­werk, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.