Sozi­al­ver­band Deutsch­land stemmt sich gegen Aktienrente

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Vor der Prä­sen­ta­ti­on des Kon­zepts zur neu­en Akti­en­ren­te hat der Sozi­al­ver­band Deutsch­land (SoVD) grund­sätz­li­che Kri­tik an den Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung geäu­ßert. „Der SoVD ist davon über­zeugt, dass auf dem Akti­en­markt kei­ne guten Ren­ten­po­li­tik zu machen ist”, sag­te die Vor­stands­vor­sit­zen­de des Ver­bands, Michae­la Engel­mei­er, den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Frei­tag­aus­ga­ben). Die Men­schen bräuch­ten für ihre Alters­vor­sor­ge Sicherheit. 

„Dafür ist das umla­ge­fi­nan­zier­te Sys­tem der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung die bes­te Opti­on.” Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner (FDP) will am Frei­tag­vor­mit­tag die Plä­ne für die neue Akti­en­ren­te vor­stel­len, für die auch der Begriff „Genera­tio­nen­ka­pi­tal” benutzt wird. Der Bund will im lau­fen­den Jahr zunächst 10 Mil­li­ar­den Euro inves­tie­ren. Das Geld soll am Kapi­tal­markt ange­legt wer­den. Die Erträ­ge sol­len dazu die­nen, die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung auf eine brei­te­re finan­zi­el­le Basis zu stel­len. Mit dem Manage­ment des Kapi­tal­stocks könn­te der staat­li­che Atom-Ent­sor­gungs­fonds „KENFO” beauf­tragt wer­den. SoVD-Vor­stands­chefin Engel­mei­er bemän­gelt, dass die Erträ­ge auf dem Kapi­tal­markt nicht kal­ku­lier­bar sei­en. „Hier Ren­ten­po­li­tik zu betrei­ben, ist rei­ne Spe­ku­la­ti­on und daher unse­ri­ös.” Im gesetz­li­chen Sys­tem sei­en die Kos­ten auch deut­lich nied­ri­ger. „Die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung ist soli­da­risch, sicher und zuver­läs­sig”, sag­te sie. Das habe sich nicht erst in den letz­ten drei Kri­sen­jah­ren gezeigt. „War­um also nicht das Geld direkt in die gesetz­li­che Ren­te inves­tie­ren?”, merk­te Engel­mei­er an. Not­wen­dig sei eine sta­bi­les Ren­ten­ni­veau von 48 Pro­zent und die Wei­ter­ent­wick­lung zu einer Erwerbs­tä­ti­gen­ver­si­che­rung, in die etwa auch Selbst­stän­di­ge und Beam­te einzahlen.

Foto: Bul­le und Bär auf dem Bör­sen­platz in Frank­furt am Main, über dts Nachrichtenagentur

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