Steu­er­zah­ler­bund fürch­tet hohen Tarif­ab­schluss für Beamte

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Rei­ner Holz­na­gel, Prä­si­dent der Inter­es­sen­ver­ei­ni­gung „Bund der Steu­er­zah­ler”, hat sich gegen einen hohen Tarif­ab­schluss für die Bun­des­be­am­ten und Ange­stell­ten bei Bund und Kom­mu­nen aus­ge­spro­chen. „Ich appel­lie­re an die Ver­nunft der Tarif­part­ner, die Tarif­ver­hand­lung mit Augen­maß zu füh­ren. Schließ­lich steckt der Bund tief in der Ver­schul­dung, auch die Kom­mu­nen lei­den unter drü­cken­den Aus­ga­ben”, sag­te Holz­na­gel der „Rhei­ni­schen Post” (Mitt­wochs­aus­ga­be).

„Allein der Bund hat für die aktu­el­le Tarif- und Besol­dungs­run­de schon drei Mil­li­ar­den Euro im Bun­des­haus­halt 2023 ins Schau­fens­ter gestellt”, sag­te er. Vor­sor­ge sei zwar rich­tig, aber „über­zo­ge­ne Tarif­ab­schlüs­se” mit anschlie­ßen­der Über­tra­gung auf eine „immer grö­ßer wer­den­de” Beam­ten­schaft führ­ten zwangs­läu­fig ent­we­der zu höhe­ren Schul­den oder stei­gen­den Steu­ern für Bür­ger und Betrie­be, so der Prä­si­dent des Bun­des der Steu­er­zah­ler. „Gewerk­schaf­ten und öffent­li­che Arbeit­ge­ber sind gefor­dert, ihrer gro­ßen Ver­ant­wor­tung für Gesell­schaft und Staat gerecht zu wer­den: Ein Tarif­ab­schluss, der die hohe Infla­ti­on wei­ter anheizt, muss unbe­dingt ver­hin­dert wer­den”, sag­te Holz­na­gel. In Pots­dam hat am Diens­tag die ers­te Tarif­run­de begonnen.

Foto: GEW, über dts Nachrichtenagentur

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