Stol­ten­berg fürch­tet zuneh­men­de Bedro­hung durch Russland

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – NATO-Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg warnt vor einer zuneh­men­den Bedro­hung durch Russ­land. „Es gibt kei­ne Anzei­chen dafür, dass Prä­si­dent Putin sein Ziel geän­dert hat, die Ukrai­ne zu beherr­schen. Nichts deu­tet dar­auf hin, dass er sich auf Frie­den vor­be­rei­tet”, sag­te Stol­ten­berg der „Welt”.

Putin sei bereit, „Zehn­tau­sen­de rus­si­scher Sol­da­ten in die­sem völ­lig unge­recht­fer­tig­ten Krieg zu opfern.” Er habe bereits mehr als 200.000 Sol­da­ten mobi­li­siert und es gebe kei­ne Anzei­chen dafür, dass er damit auf­hö­ren wol­le. Eben­falls arbei­te er aktiv dar­an, mehr Waf­fen von ande­ren auto­ri­tä­ren Staa­ten wie Iran und Nord­ko­rea zu beschaf­fen. Die NATO wis­se, dass Russ­land neue Offen­si­ven pla­ne, und müs­se dar­auf vor­be­rei­tet sein: „Dar­um ist es so drin­gend, dass wir unse­re Unter­stüt­zung für die Ukrai­ne wei­ter ver­stär­ken”, sag­te Stol­ten­berg. Bezo­gen auf das deut­sche Enga­ge­ment sag­te der Gene­ral­se­kre­tär „Die Bun­des­re­pu­blik gehört zu jenen Alli­ier­ten, die am meis­ten Hil­fe an die Ukrai­ne geleis­tet haben, mit sehr fort­ge­schrit­te­nen Waf­fen­sys­te­men, etwa den Flug­ab­wehr­sys­te­men Iris‑T und Patri­ot.” Deutsch­land habe zudem gro­ße Men­gen Artil­le­rie und Muni­ti­on gelie­fert, die Flug­ab­wehr­pan­zer Gepard und dem­nächst die Schüt­zen­pan­zer Mar­der. Die Ankün­di­gun­gen ver­schie­de­ner Natio­nen, nun auch Kampf­pan­zer zu lie­fern, begrü­ße er. „Nie­mand weiß, wann die­ser Krieg endet. Was wir wis­sen: Wer mor­gen Frie­den will, der muss heu­te die Ukrai­ne unter­stüt­zen”, so Stoltenberg.

Foto: Jens Stol­ten­berg, über dts Nachrichtenagentur

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