Stu­den­ten­werk will auto­ma­ti­schen Infla­ti­ons­aus­gleich für BAföG

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ange­sichts stark gestie­ge­ner Prei­se haben meh­re­re Orga­ni­sa­tio­nen Bund und Län­der zu mehr Unter­stüt­zung für Stu­die­ren­de auf­ge­for­dert und auf eine schnel­le Umset­zung bereits beschlos­se­ner Hil­fen gepocht. So for­der­te der Vor­stands­chef des Deut­schen Stu­die­ren­den­werks, Mat­thi­as Anbuhl, struk­tu­rel­le Ver­bes­se­run­gen, wie etwa einen auto­ma­ti­schen Infla­ti­ons­aus­gleich beim BAföG. Zudem sol­le es eine Stei­ge­rung der Sozi­al­leis­tung geben. „Der Bafög-Grund­be­trag muss so rasch wie mög­lich erhöht wer­den, damit er an die stei­gen­den Prei­se ange­passt wird. Nötig ist ein Plus bei der Wohn­kos­ten­pau­scha­le, denn von den 360 Euro zur­zeit kann man sich in den meis­ten Hoch­schul­städ­ten kein WG-Zim­mer leis­ten”, sag­te Anbuhl der „Rhei­ni­schen Post” (Frei­tags­aus­ga­be).

Beim kon­ser­va­ti­ven „Ring Christ­lich-Demo­kra­ti­scher Stu­den­ten” (RCDS) stößt die wei­ter­hin unge­klär­te Aus­zah­lung der beschlos­se­nen Ener­gie­preis­pau­scha­le von 200 Euro für Stu­die­ren­de auf Kri­tik. „Bei Rent­nern funk­tio­nier­te die Aus­zah­lung sehr unkom­pli­ziert und zügig. Bei der Pau­scha­le für Stu­den­ten wur­de mona­te­lang dar­über gestrit­ten, wer eigent­lich zustän­dig ist, wel­chen Weg man wählt und wie die Platt­form gestal­tet sein soll­te”, sag­te Aileen Weib­e­ler, Bun­des­vor­sit­zen­de des Rings Christ­lich-Demo­kra­ti­scher Stu­den­ten, der „Rhei­ni­schen Post”. „Die­ses Hadern muss nun ein Ende haben, und nicht erst im Som­mer. Die Bun­des­re­gie­rung muss zeit­nah Lösun­gen fin­den, damit sich die Not der Stu­die­ren­den nicht ver­schärft.” Das Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­ri­um ver­wies auf Anfra­ge der Zei­tung dar­auf, dass das Gesetz erst im Dezem­ber den Bun­des­rat pas­siert habe. Der­zeit wür­de man mit den Län­dern „inten­siv” an der Erstel­lung einer zen­tra­len Antrags­platt­form und an digi­ta­len Struk­tu­ren vom Antrag bis zur Aus­zah­lung arbei­ten, wie eine Spre­che­rin mit­teil­te. „Unser Ziel ist, dass die rund 3,5 Mil­lio­nen jun­gen Men­schen mög­lichst schnell die 200 Euro erhal­ten. Wir wer­den recht­zei­tig und umfas­send infor­mie­ren, wie und wann die Anträ­ge gestellt wer­den kön­nen”, sag­te die Spre­che­rin von Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Bet­ti­na Stark-Watz­in­ger (FDP).

Foto: Stu­den­ten in einer Biblio­thek, über dts Nachrichtenagentur

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