Uni­on droht mit Kla­ge gegen Wahlrechtsreform

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Uni­on lehnt die geplan­te Wahl­rechts­re­form der Ampel-Koali­ti­on strikt ab und droht mit einer Kla­ge beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. „Offen­bar hat sich die Ampel jetzt ent­schie­den, ihr ver­fas­sungs­wid­ri­ges Kap­pungs­mo­dell durch­zu­peit­schen und so Wahl­kreis­ge­win­ner zu Ver­lie­rern zu machen”, sag­te der zustän­di­ge Obmann der Uni­ons­frak­ti­on, Ans­gar Heve­ling (CDU), den Zei­tun­gen der „Neu­en Ber­li­ner Redak­ti­ons­ge­sell­schaft” (Mon­tags­aus­ga­ben). „Es ist scha­de, dass es kei­nen ernst­zu­neh­men­den Ver­such sei­tens der Ampel gege­ben hat, einen gemein­sa­men Weg mit brei­ter Mehr­heit für ein ver­fas­sungs­si­che­res Wahl­recht zu suchen.” 

Der Weg nach Karls­ru­he sei damit vor­ge­zeich­net. SPD-Frak­ti­ons­chef Rolf Müt­zenich hat­te zuvor die Ein­brin­gung eines Gesetz­ent­wurfs noch für Janu­ar ange­kün­digt. Die bereits in Eck­punk­ten ange­kün­dig­te Reform sieht vor, die seit Jah­ren über­schrit­te­ne Regel­grö­ße des Par­la­ments von 598 Sit­zen wie­der strikt ein­zu­hal­ten. Daher könn­te es künf­tig mög­lich sein, dass ein Poli­ti­ker zwar sei­nen Wahl­kreis direkt gewinnt, aber trotz­dem nicht in den Bun­des­tag einzieht.

Foto: Zwei Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te, über dts Nachrichtenagentur

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