Uni­on will Scholz im Finanz­aus­schuss erneut zu Cum-Ex befragen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Uni­ons­frak­ti­on im Bun­des­tag will Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) noch im Janu­ar bei der nächs­ten Sit­zung des Finanz­aus­schus­ses erneut zum Cum-Ex-Skan­dal in Ham­burg befra­gen. Das sag­te der Obmann der Uni­on im Bun­des­tags­fi­nanz­aus­schuss, Mat­thi­as Hau­er (CDU), der „Rhei­ni­schen Post” und dem „Gene­ral-Anzei­ger” (Diens­tags­aus­ga­ben). For­ma­le Hür­den für eine sol­che Befra­gung sei­en inzwi­schen besei­tigt, nach­dem als Ver­schluss­sa­che ein­ge­stuf­te Aus­sa­gen des dama­li­gen Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ters Scholz im Aus­schuss aus dem Jahr 2020 nun frei­ge­ge­ben wor­den seien. 

Hau­er sag­te wei­ter: „Wir hal­ten die Erin­ne­rungs­lü­cken des Bun­des­kanz­lers über sei­ne Tref­fen mit dem War­burg-Ban­ker Chris­ti­an Ole­a­ri­us für vor­ge­scho­ben. Bei sei­ner Befra­gung im Finanz­aus­schuss im Juli 2020 konn­te sich Scholz immer­hin noch an ein Tref­fen mit Ole­a­ri­us am 10. Novem­ber 2017 erin­nern. Mitt­ler­wei­le will er davon nichts mehr wis­sen.” Inzwi­schen sei­en aber drei per­sön­li­che Tref­fen bekannt gewor­den – plus ein Tele­fon­ge­spräch. „Wir erwar­ten von Scholz, dass er im Finanz­aus­schuss die­se Wider­sprü­che auf­klärt und über sei­ne Rol­le im Cum-Ex-Steu­er­raub rei­nen Tisch macht”, so der CDU-Finanzpolitiker.

Foto: Olaf Scholz, über dts Nachrichtenagentur

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