Vie­le Unter­neh­men schlecht auf Lie­fer­ket­ten­ge­setz vorbereitet

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Vie­le Unter­neh­men sind nur mit­tel­mä­ßig bis schlecht auf das seit 1. Janu­ar gel­ten­de Lie­fer­ket­ten­ge­setz ein­ge­stellt. Das zeigt eine Stu­die des Bun­des­ver­bands Mate­ri­al­wirt­schaft, Ein­kauf und Logis­tik (BME) und des Risi­ko­ma­nage­ment-Unter­neh­mens „Inte­gri­ty Next”, über die der RBB berich­tet. Obwohl das Gesetz seit Jah­res­be­ginn in Kraft ist, gaben dabei nur etwa vier Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men an, dass sie auf der orga­ni­sa­to­ri­schen Ebe­ne sehr gut dar­auf vor­be­rei­tet sei­en, 70 Pro­zent dage­gen sehen sich dage­gen mit­tel­mä­ßig bis sehr schlecht aufgestellt. 

Ledig­lich 13 Pro­zent der grö­ße­ren Unter­neh­men mit mehr als 1.000 Mit­ar­bei­tern hät­ten der Stu­die zufol­ge vol­le Trans­pa­renz über Risi­ken wie bei­spiels­wei­se Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen bei ihren unmit­tel­ba­ren Zulie­fe­rern. Das neue Gesetz ver­langt jedoch eine Ana­ly­se, ob es sol­che Risi­ken bei den unmit­tel­ba­ren Zulie­fe­rern eines Unter­neh­mens gibt. Die Unter­su­chung zeigt auch: Vie­le Unter­neh­men ste­hen den vom Gesetz gefor­der­ten Maß­nah­men noch weit­ge­hend unvor­be­rei­tet gegen­über. Erst sechs Pro­zent füh­len sich hin­sicht­lich gefor­der­ter Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men sehr gut auf­ge­stellt, wei­te­re 22 Pro­zent bewer­ten sich selbst als „eher gut”. Nur vier Pro­zent schei­nen genau zu wis­sen, wel­che Abhil­fe­maß­nah­men sie im Fall mög­li­cher Ver­stö­ße und Risi­ken ergrei­fen sol­len. Das Lie­fer­ket­ten­ge­setz gilt vor­erst nur für Unter­neh­men ab 3.000 Mit­ar­bei­ter. Ab dem 1. Janu­ar 2024 soll es dann auch für Fir­men ab 1.000 Mit­ar­bei­ter ver­bind­lich sein.

Foto: Con­tai­ner, über dts Nachrichtenagentur

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