Indi­en: Deut­scher Bot­schaf­ter dringt auf Sauerstofflieferungen

Krankenhaus - Patientenbett - Krankenbett - Patient - Person - Tropf - Zimmer - KissenFoto: Sicht auf eine Patientin im Krankenhaus, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der deut­sche Bot­schaf­ter in Indi­en, Wal­ter Lind­ner, dringt auf Sauer­stoff für Corona-Infizierte.

„Es gibt Situa­tio­nen, wo Men­schen auf den Stra­ßen vor den Kran­ken­häu­sern ersti­cken, weil sie abge­wie­sen wur­den, auch weil aktu­ell zu wenig medi­zi­ni­scher Sauer­stoff ver­füg­bar ist”, sag­te er der „Rhei­ni­schen Post” und dem „Gene­ral-Anzei­ger” (Mitt­woch­aus­ga­ben). Indi­en brau­che jetzt vor allem Sauer­stoff und Atem­ge­rä­te. „Und dann natür­lich Mas­ken und Medi­ka­men­te”. Wenn die Bun­des­wehr eine mobi­le Anla­ge zur Her­stel­lung von Sauer­stoff per Luft­trans­port nach Indi­en bräch­te, was der­zeit geprüft wer­de, „könn­ten Hun­der­te Men­schen per­ma­nent mit Sauer­stoff ver­sorgt wer­den”, sag­te Lindner.

Die deut­sche Lin­de-Grup­pe und die indi­sche Tata-Grup­pe ver­such­ten gera­de welt­weit in einer gemein­sa­men Initia­ti­ve, 24 Tanks auf­zu­trei­ben, mit denen der lebens­ret­ten­de Sauer­stoff von den Pro­duk­ti­ons­stät­ten zu den Coro­na-Hot­spots in Indi­en trans­por­tiert wer­den könn­te. Lind­ner sag­te: „Ich gehe davon aus, dass wir die Hil­fe schnell nach Indi­en brin­gen kön­nen. Wie haben hier sehr schnell reagiert”. Es sei ein Wett­lauf gegen die Zeit. „Jeder Tag zählt”.

In Indi­en hal­ten sich nach den Wor­ten Lind­ners gegen­wär­tig noch „eini­ge Tau­send” Deut­sche auf, über­wie­gend Geschäfts­leu­te. „Vie­le Deut­sche sind aber auch aus­ge­reist, weil ihnen der Ver­bleib im Land zu gefähr­lich erschien, weil das Gesund­heits­sys­tem kol­la­biert”, so der Diplomat.

Aktu­ell sei­en etwa 120 Mil­lio­nen der ins­ge­samt 1,3 Mil­li­ar­den Inder geimpft. „Die indi­sche Regie­rung möch­te auch Impf­stoff ins Aus­land lie­fern, sie muss jetzt aber erst ein­mal auch an die eige­ne Bevöl­ke­rung den­ken”, sag­te der deut­sche Botschafter.

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