Ukrai­ne: Land ver­langt Ent­schä­di­gung für Kriegsverbrechen

Ukraine - Flaggen - Statuen - Gebäude - Fahne - FlaggeFoto: Die Flagge der Ukraine, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Vor dem Tref­fen der G7-Jus­tiz­mi­nis­ter in Ber­lin hat der ukrai­ni­sche Jus­tiz­mi­nis­ter Denys Mal­jus­ka einen inter­na­tio­na­len Ent­schä­di­gungs­me­cha­nis­mus gefordert.

„Unse­re Infra­struk­tur ist zer­stört, Gebäu­de, Schu­len, Stra­ßen und Tau­sen­de und Aber­tau­sen­de Häu­ser von Zivi­lis­ten”, sag­te er den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe. Man gehe von einem Scha­den von 150 Mil­li­ar­den Dol­lar aus, der den wirt­schaft­li­chen Scha­den und die Kos­ten für die Ver­letz­ten und Kriegs­op­fer und ihre Fami­li­en nicht ein­schlie­ße. „Russ­land muss das ukrai­ni­sche Volk für den Scha­den bezah­len, den es in die­sem Krieg ange­rich­tet hat. Russ­land muss Repa­ra­tio­nen zah­len, wie wir es in ver­gan­ge­nen Krie­gen in ande­ren Regio­nen gese­hen haben”. Mal­jus­ka hob her­vor, dass „unge­fähr 300 Mil­li­ar­den Dol­lar” rus­si­scher Gold- und Finanz­re­ser­ven auf Kon­ten von Natio­nal­ban­ken im Aus­land, etwa in der EU und der Schweiz, ein­ge­fro­ren sei­en. Die­se inter­na­tio­na­len rus­si­schen Reser­ven soll­ten laut Mal­jus­ka in die Ukrai­ne „trans­fe­riert” werden.

„Auf dem G7-Gip­fel for­dern wir die Län­der auf, sich die­sem Ent­schä­di­gungs- und Wie­der­gut­ma­chungs­me­cha­nis­mus anzu­schlie­ßen und finan­zi­el­le und recht­li­che Wege zu fin­den, um die­sen inter­na­tio­na­len Fonds mit rus­si­schem Geld zu ermög­li­chen”, sag­te Mal­jus­ka den Fun­ke-Zei­tun­gen. Am Diens­tag tref­fen sich die G7-Jus­tiz­mi­nis­ter in Ber­lin, um über die inter­na­tio­na­le Straf­ver­fol­gung von Kriegs­ver­bre­chen in der Ukrai­ne zu spre­chen. Auch der ukrai­ni­sche Jus­tiz­mi­nis­ter und der ukrai­ni­sche Gene­ral­staats­an­walt Andrij Kos­tin sind zu dem Spit­zen­tref­fen ein­ge­la­den. Die ukrai­ni­schen Behör­den haben nach eige­nen Anga­ben in mehr als 40.000 Fäl­len mut­maß­li­che rus­si­sche Kriegs­ver­bre­chen in der Ukrai­ne erfasst.

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