Köln: Blockadeaktion von Klimaaktivisten in Godorf gegen Shell

Demonstranten - Polizisten - Betonfässer - Polizei - Technische Einsatzeinheit - Shell Rheinland Raffinerie - Godorfer Hauptstraße - Köln-GodorfFoto: Angekettete Shell-Demonstranten an Betonfässer am 07.08.2020 (Köln-Godorf)

Am Freitagmorgen hat die Polizei eine Blockadeaktion von Klimaaktivisten am Standort der Chemieindustrie in Köln-Godorf aufgelöst

Gegen die Teilnehmer wurden Ermittlungen wegen der Teilnahme an einer nicht angemeldeten Versammlung eingeleitet. Gegen 06:00 Uhr hatten insgesamt neun Männer und Frauen mit mehreren Kajaks und einem über die Hafeneinfahrt gespannten Seil die Zufahrt für den Schiffsverkehr blockiert. Eine Frau mit Kletterausrüstung hing an dem Seil über dem Wasser und die Kajakfahrer fuhren in der Hafeneinfahrt auf und ab.

Gegen 11:45 Uhr löste der Einsatzleiter die Versammlung auf. Das Höhen-Interventionsteam der Technischen Einsatzeinheit (3. TEE am Standort Köln) seilte die „Kletterin“ auf ein Boot der Wasserschutzpolizei ab. Mit Polizeibooten der 3. TEE zogen die Polizisten die Kajaks aus dem Hafenbecken und nahmen die Fahrer in Gewahrsam. Derzeit überprüfen die Ermittler des Kölner Staatsschutzes die Identitäten der Tatverdächtigen.

Zu der Blockaden hat sich ein Zusammenschluss verschiedener Bündnisse von Aktivisten bekannt und für morgen weitere Aktionen angekündigt. Die Polizei bereitet sich auf einen Einsatz vor und wird konsequent bei illegalen Aktionen einschreiten.

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