Köln: Coronavirus-Verdacht einer Person hat sich nicht bestätigt

China - Frau - Person - Fahrrad - Mundschutz - Brücke - Fluss - Fahrradfahrerin - Peking - FahrradkorbFoto: Sicht auf eine Fahrradfahrerin in Peking, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Verdacht einer besorgten Person in Köln, an Corona erkrankt zu sein, hat sich nicht bestätigt.

Die Person hatte sich gestern zur labormedizinischen Abklärung ihrer Krankheitssymptome in stationäre ärztliche Behandlung begeben. Die labormedizinische Untersuchung hat ergeben, dass der Mann weder an Corona, noch an Influenza erkrankt ist. Der Patient war vor wenigen Tagen aus Italien (Marken) durch die Lombardei (Bergamo und Mailand) gereist und klagte über Fieber.

Die Stadt Köln ist auf das mögliche Auftreten des neuartigen Corona-Virus vorbereitet. Das Kölner Gesundheitsamt orientiert sich dabei an den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und am Pandemieplan. Bestätigt sich das Corona-Virus bei einem Patienten, wird die betroffene Person in speziellen Kölner Kliniken isoliert und diagnostisch abgeklärt. Zwei weitere Fälle von besorgten Personen, die fürchteten, an Corona erkrankt zu sein und sich im Januar in Kölner Kliniken vorgestellt hatten, hatten sich ebenfalls nicht bestätigt.

Beim Auftreten von Verdachtsfällen werden Hygiene-Maßnahmen nach Empfehlungen des Robert Koch-Instituts umgesetzt. So kann eine Weiterverbreitung innerhalb Deutschlands verhindert werden. Als Verdachtsfälle gelten Personen mit entsprechenden Atemwegs-Symptomen, die entweder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten oder sich in den letzten 14 Tagen vor Auftreten der Beschwerden in Wuhan aufgehalten haben.

Seit dem 08. Dezember 2019 sind in Wuhan, der Hauptstadt der zentral-chinesischen Provinz Hubei, sowie in den Städten Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang vermehrt Fälle von Atemwegserkrankungen durch ein neuartiges Corona-Virus aufgetreten. Als ursprüngliche Ansteckungsquelle werden Tiermärkte vermutet. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nachgewiesen. Am 31. Dezember 2019 wurde die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über ein vermehrtes Auftreten von Lungenentzündungen unklarer Ursache im chinesischen Wuhan informiert. Eine Woche später identifizierten die chinesischen Behörden ein neuartiges Corona-Virus als Ursache (2019-nCoV). Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach China ab und empfiehlt, diese zu verschieben.

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Bislang sind in Deutschland nur wenige bestätigte Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) aufgetreten. Alle standen im Zusammenhang mit einem einzigen Infektionsgeschehen (Infektionscluster) bei einer Firma in Bayern, oder es waren Fälle bei den deutschen Staatsbürgern, die Anfang Februar 2020 aus Wuhan ausgeflogen worden waren. Fast alle Patienten sind bereits genesen aus dem Krankenhaus entlassen worden.

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