Köln: Stadt infor­miert über Groß­bau­vor­ha­ben der nächs­ten Jahre

Stadthaus Deutz - KölnarenaFoto: Stadthaus Deutz (Köln-Deutz), Ur­he­be­rin: Elke Wetzig (CC-BY-SA 3.0)

Neben zahl­rei­chen bereits lau­fen­den Pro­jek­ten ste­hen auch in den nächs­ten Jah­ren in Köln vie­le auf­wän­di­ge Sanie­rungs- und Erneue­rungs­vor­ha­ben an, die zum Teil erheb­li­che Aus­wir­kun­gen auf das Ver­kehrs­ge­sche­hen haben werden.

Unter Feder­füh­rung der Stadt Köln wur­de 2013 eine Abstim­mungs­run­de ins Leben geru­fen, die eine größt­mög­li­che Koor­di­na­ti­on sol­cher Vor­ha­ben sicher­stel­len soll. Dem Gre­mi­um gehö­ren zusätz­lich zu ver­schie­de­nen Stel­len der Stadt­ver­wal­tung und der Töch­ter­un­ter­neh­men auch Ver­tre­ter der poli­ti­schen Par­tei­en in Köln und wich­ti­ge Insti­tu­tio­nen, Inter­es­sen­ver­bän­de und Kam­mern aus Wirt­schaft und Han­del an. Die Betei­lig­ten bespre­chen regel­mä­ßig die Zeit- und Maß­nah­men­pla­nung für Groß­bau­pro­jek­te, die nicht nur auf den Ver­kehr im nähe­ren Bau­stel­len­be­reich son­dern auch auf die Umge­bung und die Regi­on zu erheb­li­chen Aus­wir­kun­gen füh­ren kön­nen. Von städ­ti­scher Sei­te sind dar­an maß­geb­lich das Amt für Stra­ßen und Ver­kehrs­ent­wick­lung, das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment sowie das Amt für Brü­cken, Tun­nel und Stadt­bahn­bau beteiligt.

Über­blick über die gro­ßen aktu­el­len und künf­ti­gen Vorhaben:
Geest­e­mün­der Stra­ße (Niehl): Straßenausbau
Mit dem Aus­bau des Güter­ver­kehrs­zen­trums und der Ansied­lung wei­te­rer Gewer­be­be­trie­be auf dem ehe­ma­li­gen Esso-Gelän­de steigt der Anteil des Schwer­last­ver­kehrs künf­tig wei­ter an. Zu erwar­ten sind dadurch ver­mehrt Rück­staus an den Kno­ten­punk­ten und erhöh­te Luft- und Lärm­im­mis­sio­nen. Um dies zu ver­mei­den, soll die Geest­e­mün­der Stra­ße im Abschnitt von Neus­ser Land­stra­ße bis in Höhe des Brü­cken­bau­wer­kes der Indus­trie­stra­ße aus­ge­baut wer­den. Die Arbei­ten sind vom 1. Quar­tal 2020 bis zum 1. Quar­tal 2022 vorgesehen.

Neus­ser Stra­ße (Wei­den­pesch): Sanie­rung und Umbau
Die Neus­ser Stra­ße soll zwi­schen HGK-Brü­cke und Kapu­zi­ner Straße/Scheibenstraße saniert, umge­stal­tet und auf­ge­wer­tet wer­den. Die Arbei­ten sind vom 4. Quar­tal 2020 bis zum 4. Quar­tal 2022 vorgesehen.

Bon­ner Stra­ße (Bayenthal/Marienburg): 3. Bau­stu­fe Nord-Süd Stadtbahn
Die neue Stadt­bahn­stre­cke im Köl­ner Süden wird zwi­schen Schön­hau­ser Straße/Marktstraße und dem Ver­tei­ler­kreis Süd mit­tig auf der Bon­ner Stra­ße rea­li­siert. Damit ver­bun­den ist die Umge­stal­tung des gesam­ten Stra­ßen­rau­mes ein­schließ­lich der Ver­schie­bung sämt­li­cher Fahr­strei­fen sowie der Geh- und Rad­we­ge. Außer­dem wer­den die Schön­hau­ser Stra­ße bis zur Koblen­zer Stra­ße und die Markt­stra­ße bis zum Bischofs­weg umge­stal­tet. Im Okto­ber 2017 erfolg­ten Baum­fäll­ar­bei­ten ent­lang der Bon­ner Stra­ße. Die vor­lau­fen­den Arbei­ten an den Ver­sor­gungs­lei­tun­gen durch die Rhein­Ener­gie AG haben im März 2018 begon­nen und wer­den vor­aus­sicht­lich im Herbst 2019 been­det sein. Die Stadt­ent­wäs­se­rungs­be­trie­be Köln wer­den mit dem Kanal­neu­bau auf der Bon­ner Stra­ße vom Ver­tei­ler­kreis bis zur Lin­den­al­lee vor­aus­sicht­lich nach Kar­ne­val 2019 begin­nen. Die Bau­zeit beträgt rund 20 Mona­te. In den ers­ten Mona­ten erfol­gen Kampf­mit­tel­son­die­run­gen und archäo­lo­gi­sche Erkundungen.

Bocklemünd/Mengenich: Ver­län­ge­rung der Stadt­bahn­li­nie 3
Die Stadt­bahn wur­de über die jet­zi­ge End­hal­te­stel­le Ollen­hau­er­ring hin­aus bis zur neu­en ober­ir­di­schen Hal­te­stel­le Gör­lin­ger Zen­trum in den Orts­teil Men­ge­nich ver­län­gert. Mit den Arbei­ten für die neue rund 600 Meter lan­ge Stre­cke wur­de 2016 begon­nen, die Inbe­trieb­nah­me erfolg­te im August 2018. Der par­al­lel zur Gleis­tras­se ver­lau­fen­de Geh- und Rad­weg wird vor­aus­sicht­lich im Okto­ber 2018 fer­tig­ge­stellt. Die im Rah­men des Pro­jek­tes vor­ge­se­he­nen Aus­gleichs­pflan­zun­gen sol­len im Früh­jahr 2019 erfolgen.

Ger­ma­ni­a­stra­ße (Höhen­berg): Sanie­rung und Umgestaltung 
Die Ger­ma­ni­a­stra­ße wird umge­stal­tet und gleich­zei­tig auf­ge­wer­tet. Dabei wer­den ins­be­son­de­re die Park­si­tua­ti­on geän­dert und die Bedin­gun­gen für den Rad­ver­kehr ver­bes­sert. Betrof­fen ist der Abschnitt von der Kulm­ba­cher Stra­ße bis zur Ger­ma­ni­a­stra­ße, Höhe Haus­num­mer 148. Mit den Arbei­ten wur­de im April 2018 begon­nen. Die Fer­tig­stel­lung ist für März 2019 vorgesehen.

Hauptstraße/Steinstraße (Porz): Sanie­rung und Umgestaltung 
Die Haupt­stra­ße soll im Ein­mün­dungs­be­reich mit der Stein­stra­ße sowie im wei­te­ren Ver­lauf auf einer Län­ge von etwa 300 Metern in nörd­li­cher Rich­tung saniert und umge­stal­tet wer­den. Glei­ches gilt für die Stein­stra­ße im Abschnitt von der Haupt­stra­ße bis zum Kreis­ver­kehr Urba­cher Weg/Deutzer Weg. Die Arbei­ten wer­den 2019 in Angriff genom­men und vor­aus­sicht­lich ein Jahr in Anspruch nehmen.

Kal­ker Haupt­stra­ße (Kalk): Auf­zug­nach­rüs­tung Stadt­bahn­hal­te­stel­le Kalk Post
Die Stadt­bahn­hal­te­stel­le Kalk Post wird durch den Ein­bau von zwei Auf­zü­gen bar­rie­re­frei aus­ge­stat­tet. Auf der Kal­ker Haupt­stra­ße wer­den je nach Bau­fort­schritt unter­schied­li­che Ver­kehrs­füh­run­gen ein­ge­rich­tet. Wäh­rend des Wech­sels der Bau­pha­sen geschieht dies weit­ge­hend ohne gra­vie­ren­de Ein­schrän­kun­gen für den Ver­kehr. Die Arbei­ten haben im 1. Quar­tal 2016 begon­nen. Die Inbe­trieb­nah­me der Auf­zü­ge ist bis Ende 2018 geplant. Rest­ar­bei­ten dau­ern vor­aus­sicht­lich bis zum Juni 2019.

Luxem­bur­ger Stra­ße (Neustadt/Süd, Sülz, Klet­ten­berg): Bau neu­er Ampelanlagen
Auf der Luxem­bur­ger Stra­ße wer­den zwi­schen Trie­rer Stra­ße (Nähe Bar­ba­ros­sa­platz) und Scherf­gin­stra­ße (Nähe Mili­tär­ring­stra­ße) ins­ge­samt zwan­zig Ampel­an­la­gen erneu­ert. Seit Beginn des Pro­jek­tes in 2017 wur­den bereits sie­ben Ampel­an­la­gen aus­ge­tauscht. Die Fer­tig­stel­lung ist bis zum 4. Quar­tal 2019 vor­ge­se­hen. Die betrof­fe­nen Kreu­zun­gen wer­den ein­zeln bezie­hungs­wei­se nach­ein­an­der umge­rüs­tet. Die den Ver­kehr beein­träch­ti­gen­den Arbei­ten fin­den in den ver­kehrs­ar­men Zei­ten werk­tags zwi­schen 9 und 15 Uhr sowie am Wochen­en­de und nachts statt. Grund­sätz­lich wird der Ver­kehr an den Bau­stel­len vor­bei­ge­lei­tet. In Ein­zel­fäl­len müs­sen vor Ort Umlei­tun­gen ein­ge­rich­tet werden.

Mül­hei­mer Brü­cke (Riehl und Mül­heim): Brückensanierung
Die kom­plet­te Deich­brü­cke sowie die rechts­rhei­ni­sche Ram­pe (bis auf den Stadt­bahn­trog) wer­den neu erstellt. Für alle übri­gen Tei­le der Brü­cke ist eine Grund­in­stand­set­zung und Ver­stär­kung erfor­der­lich. Mit bau­vor­be­rei­ten­den Maß­nah­men, bei­spiels­wei­se Kampf­mit­tel­räu­mung, Umle­gung von Ver­sor­gungs­lei­tun­gen, Ent­ker­nen der rechts­rhei­ni­schen Bau­werks­be­rei­che und Bau­stel­len­ein­rich­tun­gen wur­de bereits begon­nen. Bis Anfang des nächs­ten Jah­res erfol­gen wei­te­re vor­be­rei­ten­de Arbei­ten, unter ande­rem Stra­ßen­an­pas­sun­gen an Ver­kehrs­kno­ten­punk­ten. Im Rah­men die­ser Arbei­ten kann es zu Ver­kehrs­ein­schrän­kun­gen kommen.

Der Start der ers­ten Bau­pha­se mit Aus­wir­kun­gen auf den Indi­vi­du­al­ver­kehr ist im ers­ten Quar­tal 2019 geplant. Ab die­sem Zeit­punkt wird dem moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr für die Dau­er von rund 30 Mona­ten nur eine Fahr­spur in jeder Rich­tung zur Ver­fü­gung ste­hen. Dies gilt auch für den Fuß­gän­ger- und Rad­ver­kehr. Mit Beginn der ers­ten Bau­pha­se wird der Tun­nel Kalk wie­der mit allen drei Fahr­spu­ren in jede Rich­tung als Umlei­tungs­stre­cke für die Mül­hei­mer Brü­cke zur Ver­fü­gung stehen.

Zu Beginn der Oster­fe­ri­en 2020 bis zum Ende der Som­mer­fe­ri­en 2020 wird zudem der Stadt­bahn­be­trieb auf der Brü­cke unter­bro­chen. Für die­se Zeit wird von den Köl­ner Ver­kehrs-Betrie­ben ein Schie­nen­er­satz­ver­kehr zwi­schen der Hal­te­stel­le Wie­ner Platz und der Hal­te­stel­le Sla­by­stra­ße ein­ge­rich­tet. Die Arbei­ten, die den Ver­kehr auf der Brü­cke nach­hal­tig beein­flus­sen, wer­den vor­aus­sicht­lich Mit­te 2022 been­det sein.

Tun­nel Bahn­damm an der Phil­har­mo­nie (Altstadt/Nord): Sanierung 
Der Tun­nel Bahn­damm an der Phil­har­mo­nie, der zwi­schen Trank­gas­se und Rhein­ufer­stra­ße ver­läuft, muss gene­ral­sa­niert und mit neu­er Sicher­heits­tech­nik aus­ge­stat­tet wer­den. Dazu zäh­len unter ande­rem Brand­mel­de­an­la­gen, Sprech­stel­len, Videobe­ob­ach­tung, Laut­spre­cher und Flucht­weg­pik­to­gram­me. Die Sanie­rung befin­det sich der­zeit in der Pla­nung. Der Beginn der Arbei­ten ist für 2020 geplant.

Tun­nel Kalk, B55a (Kalk): Sanierung 
Wäh­rend der Sanie­rung des Stadt­au­to­bahn­tun­nels Kalk sind Bau­män­gel auf­ge­tre­ten. Die mit den Arbei­ten ver­ur­sach­ten ver­kehr­li­chen Ein­schrän­kun­gen für bei­de Fahrt­rich­tun­gen (nur zwei Spu­ren in jede Rich­tung) kön­nen ab Anfang Janu­ar 2019 wie­der auf­ge­ho­ben wer­den. Dann wer­den wie­der drei Fahr­spu­ren je Rich­tung zur Ver­fü­gung ste­hen. Im wei­te­ren Ver­lauf des Jah­res 2019 erfolgt dann, weit­ge­hend unter Ver­kehr, die Kom­plet­tie­rung der für den Tun­nel vor­ge­schrie­be­nen Sicher­heits­tech­nik. Kurz­zei­ti­ge Ver­kehrs­ein­schrän­kun­gen oder Sper­run­gen soll es dann nur nachts bezie­hungs­wei­se an ein­zel­nen Wochen­en­den geben. Die Gesamt­fer­tig­stel­lung soll bis Anfang 2020 erfol­gen. Dann wird der Tun­nel auch wie­der von Last­kraft­wa­gen befah­ren wer­den können.

Zoo­brü­cke (Neustadt/Nord und Deutz): Fahrbahndeckensanierung
Nach der Instand­set­zung der Fahr­bahn auf der Zoo­brü­cke wer­den in den nächs­ten Wochen in Abhän­gig­keit von der Wit­te­rung die end­gül­ti­gen Fahr­bahn­mar­kie­run­gen auf­ge­tra­gen. Die­se erset­zen die der­zeit noch vor­han­de­nen, vor­über­ge­hend gül­ti­gen Fahr­bahn­mar­kie­run­gen. Die Stadt infor­miert über kurz­fris­tig not­wen­di­ge Verkehrseinschränkungen.

Vogel­s­an­ger Stra­ße (Ehren­feld): Sanie­rung und Umgestaltung
Die Stadt plant, die Vogel­s­an­ger Stra­ße zwi­schen Ehren­feld­gür­tel und Inne­rer Kanal­stra­ße umfang­reich zu sanie­ren, umzu­ge­stal­ten und damit auf­zu­wer­ten. Die Arbei­ten sind vom 1. Quar­tal 2019 bis zum 4. Quar­tal 2020 vor­ge­se­hen. Ein­zel­hei­ten wer­den zeit­nah bekannt gegeben.

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