Köln: Stadt und Poli­zei Köln lösen Coro­na-Par­tys auf

Polizisten - Polizei - Personen - Menschen - Mundschutz - Atemschutzmaske - BerlinFoto: Polizisten mit Mundschutz (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Am Wochen­en­de waren Ein­satz­kräf­te der Poli­zei Köln und des Ord­nungs­diens­tes der Stadt Köln gemein­sam auf Strei­fe gewesen.

Ins­ge­samt war – auch im Bereich der soge­nann­ten Hot­spots – ein eher gerin­ge­res Besu­cher­auf­kom­men als an frü­he­ren Wochen­en­den zu ver­zeich­nen. Vie­ler­orts jedoch miss­ach­te­ten Nacht­schwär­mer bei klei­ne­ren Ansamm­lun­gen auf Stra­ßen, Plät­zen und im Grün­ge­län­de die aktu­el­len Abstands­re­geln und tru­gen kei­ne Mund-Nasen-Bede­ckung. Kon­se­quent leg­ten die Ord­nungs­hü­ter Anzei­gen vor, erho­ben Ver­war­nungs­gel­der und erteil­ten Platzverweise.

Am spä­ten Sams­tag­abend erhielt die Leit­stel­le Hin­wei­se auf die Geräusch­ku­lis­se einer an der Neueh­ren­fel­der Lie­big­stra­ße statt­fin­den­den Gast­stät­ten­par­ty. Beim Ein­tref­fen der Kräf­te gegen 23:50 Uhr vor der Bar war die­se plötz­lich ver­dun­kelt und mucks­mäus­chen­still. Nach­dem auf Klop­fen und Rufen nie­mand reagier­te, öff­ne­te – nach ver­geb­li­cher Andro­hung – ein Schlüs­sel­dienst die Ein­gangs­tür zur Ver­hin­de­rung von Coro­na-Ver­stö­ßen. Im Inne­ren hiel­ten sich neben dem Betrei­ber ein Dut­zend Par­ty­gäs­te auf. Das Ord­nungs­amt bat sie zur Kas­se, der Gast­wirt erhielt eine Anzeige.

Ins­ge­samt 28 Män­ner und Frau­en tra­fen kon­trol­lie­ren­de Beam­te dann am frü­hen Sonn­tag­mor­gen an und in einem leer­ste­hen­den Gebäu­de im rechts­rhei­ni­schen Deutz an. Durch eine ein­ge­tre­te­ne Tür waren die „Par­ty­gäs­te” offen­bar in das bau­fäl­li­ge Haus an der Sieg­bur­ger Stra­ße gelangt und hat­ten dort mit umfang­rei­chem Musik-Equip­ment gefei­ert. Bei der Annä­he­rung der ers­ten Strei­fen­wa­gen flüch­te­ten min­des­tens 30 bis 40 Unbe­kann­te über das dor­ti­ge Gleis­bett am alten Deut­zer Hafen­be­cken. Die Poli­zis­ten stell­ten ein Misch­pult sowie meh­re­re Boxen sicher und lei­te­ten Ermitt­lun­gen unter ande­rem wegen des Ver­dachts des Haus­frie­dens­bruchs ein.

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